Die DFBP(Deutsche FreiBier Partei) wurde 2005 von Prinz Keiser Und König gegründet.Wir sind eine junge Partei die als erstes und grösstes ziel hat das bier in deutschland umsonst wird also FreiBier.Jeder kann mitglied werden,jeder der mitglied bei der geilsten partein von hier werden will,muss mir nur ins gästebuch seinen namen und seine adresse schreiben und wie alt er ist.und er muss schreiben das er auch mitglied werden will.

1.6.06 15:20, kommentieren

Der FC St. Pauli war bis ins Jahr 1924 mit dem "Hamburg-St.Pauli Turnverein 1862" (gegründet am 1. Mai 1862 durch einen Fusion des MTV in Hamburg - Gründungsdatum 7. September 1852 - mit dem TV in St. Pauli und vor dem Dammthore - Gründungsdatum 7. September 1860) verbunden. Offiziell gegründet wurde der FC St.Pauli am 15. Mai 1910, aber erst 1924 im Zuge der reinlichen Scheidung zwischen Turn- und Fußballvereinen als selbstständiger Club in das Vereinsregister eingetragen. Seine Vereinsfarben sind Braun-Weiß. Die Mitgliederzahl liegt bei rund 6.500, davon sind etwa 3.200 Mitglied in der größten Vereinsabteilung, der Abteilung Fördernde Mitglieder (AFM).

Lange vor der Gründung der Spiel-Abteilung des Hamburg-St. Pauli TV wird in St. Pauli bereits Fußball gespielt. Schon ab der ersten Saison 1895/96 werden auf dem Heiligengeistfeld regelmäßig Punktspiele des Hamburg-Altonaer Fußball-Bundes ausgetragen, da der einzige andere zur Verfügung stehende Platz auf der kleinen Exerzierweide in Altona meist nicht ausreicht. 1900 trägt der FC Victoria 1895 dort seine Heimspiele aus. Auch der FC Alemannia 1896 spielt auf dem Heiligengeistfeld und nimmt für einige Jahre den Zusatz `St. Pauli` in seinen Vereinsnamen auf. Durch den Bau eigener Plätze wird das Heiligengeistfeld Anfang des 20. Jahrhunderts nicht mehr für Punktspiele benötigt.

Im Jahre 1900 wird der FC St. Pauli 1900 gegründet, der nur wenige Jahre besteht und einem unabhängigen Verband angehört.

Im November 1906 werden die Mitglieder des Hamburg St. Pauli TV 1862 zur Gründung einer Spielabteilung, in der auch insbesondere das Fußballspiel betrieben werden soll, aufgerufen. Erst im Frühjahr 1907 melden sich genug Mitglieder, um auch eine Mannschaft bilden zu können. Bis zum Sommer des Jahres werden nur zwei Freundschaftsspiele ausgetragen.

In der Saison 1907/08 werden bereits elf Freundschaftsspiele bestritten, überwiegend gegen Nichtverbandsvereine oder Reservemannschaften innerhalb der Hamburger Stadtgrenzen. Die folgende Saison 1908/09 sieht die Bildung einer zweiten Mannschaft, aber auch die Reserven bestreiten wie die erste Mannschaft nur Freundschaftsspiele.

Die Saison 1909/10 beginnt mit Gesellschaftsspielen, aber im Herbst 1909 wird die Spiel-Abteilung des Hamburg-St. Pauli TV in den Norddeutschen Fußball-Verband aufgenommen. Die erste Mannschaft wird der 3a-Klasse im Bezirk III (Hamburg/Altona) zugeteilt, in der sich fast ausschließlich die dritten Teams der Clubs aus der höchsten Spielklasse befinden. Der Punktspielauftakt am 30. Januar 1910 gegen die dritte Mannschaft des SC Germania 1887 endet mit einem 2-0 Sieg für den TV, obwohl er nur mit zehn Spielern antritt. Weniger glücklich verläuft der Auftakt für die zweite Mannschaft, die der 3b-Klasse zugeteilt ist; das erste Punktspiel bei der IV. Mannschaft des Eimsbütteler TV am 6. Februar 1910 endet mit einer kräftigen 1-12 Niederlage.

Erstmals verlässt der TV in dieser Saison auch die Hamburger Stadtgrenzen, trägt dabei Freundschaftsspiele in Cuxhaven und in Dänemark aus. Am 22. April 1910, also nach dreijährigem Bestehen der Abteilung und 18 Tage vor dem offiziellen Gründungsdatum, verfügt der Hamburg-St. Pauli TV bereits über vier Mannschaften und die fünfte wird gebildet. Insgesamt werden 28 Spiele ausgetragen, wobei sechs Siegen 20 Niederlagen gegenüberstehen.

Für die Saison 1910/11 wird die erste Mannschaft der 1c-Klasse zugeteilt, die aus zwei Staffeln besteht und in der sich keine Reservemannschaften befinden. Neben der zweiten Mannschaft nehmen auch erstmals die dritte und vierte Garnitur an den Meisterschaftsspielen teil. Der große Wunsch und das angestrebte Ziel, der Aufstieg in die höchste Spielklasse, will nicht gelingen. Im Gegenteil, die Leistungen stagnieren und ein Abwärtstrend setzt ein. Gute Spieler beginnen den Verein zu verlassen und schließen sich anderen Clubs an.

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs verhilft dem TV zu dem Sprung in die zweite Spielklasse. Da andere Clubs wegen Spielermangel sich von Meisterschaftsspielen zurückziehen müssen, können die Turner aufrücken. 1915/16 wird der Hamburg-St. Pauli TV Meister seiner Staffel. Für die Teilnahme an der Relegationsrunde wird für den 7. Mai 1916 ein Entscheidungsspiel auf dem Victoria Sportplatz an der Hoheluft gegen den SC Concordia 1907 angesetzt. Die Concorden hatten die Meisterschaft ihrer Staffel in überlegener Manier gewonnen. Alle 20 Punktspiele wurden siegreich mit einem Torsaldo von 155-13 beendet. Zur Pause führt der TV überraschend mit 1-0, muss sich am Ende aber mit 1-4 beugen.

1919 gelingt endlich der Aufstieg in die höchste Spielklasse, die Norddeutsche Liga Hamburg/Altona. In einer einfachen Runde enden die Turner auf dem Dreizehnten und letzten Platz. Nur der Vorletzte, die SpVgg. 1903 Blankenese, kann mit 2-1 geschlagen werden. Die restlichen elf Begegnungen gehen alle verloren. Die größte Schlappe von 0-9 wird gegen den Hamburger SV registriert, im allerersten Punktspiel in dem die beiden Clubs aufeinander treffen. Nach Beendigung der Einfachrunde wird die Tabelle geteilt. Der TV spielt in der Abstiegsrunde, belegt bei sieben teilnehmenden Mannschaften den sechsten Platz und steigt somit auf Anhieb auch gleich wieder ab.

In den Jahren bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 entwickelt sich der FC St. Pauli zu einer Fahrstuhlmannschaft, die ständig zwischen der ersten und zweiten Spielklasse hin- und her pendelt. Da kein Trainer eingestellt wird, kann auch das zweifelsohne oft vorhandene spielerische Potential nicht weiterentwickelt werden. Der einstige Rekordnationalspieler Adolf Jäger war Ende der 1920er Jahre beim Besuch eines Heimspiels von der Mannschaft so begeistert, daß er den Wunsch äußerte, sie gerne trainieren zu wollen.


Abteilungen des Vereins
Abteilung Fördernde Mitglieder (AFM) (siehe unten)
American Football (Sankt Pauli Buccaneers)
Baseball
Bowling
Cheerleading
Männer-/Frauen-Fußball
Handball
Kegeln
Radsport (Fahrrad-Club St. Pauli, mit der Rennsportgemeinschaft "Les Messagers Noirs")
Rugby (Die erfolgreichste Abteilung des FC St. Pauli)
Schach
Schiedsrichter
Softball
Tischtennis
Torball

Fußballabteilung
Viele verbinden den Vereinsnamen FC St.Pauli vornehmlich mit einem Fußballverein - die Männer-Fußballabteilung stellt dementsprechend auch die mitgliedsstärkste der aktiv sporttreibenden Vereinsabteilungen dar. Die Spielstätte der ersten Fußballherren, das Millerntor-Stadion, befindet sich auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg-Sankt Pauli, ganz in der Nähe der Reeperbahn.


Erfolge und bemerkenswerte Ereignisse
1947: Hamburger Meister
1948: Norddeutscher Vizemeister, Vizemeister der Britischen Besatzungszone und Teilnahme am Halbfinale um die deutsche Meisterschaft
1949: Norddeutscher Vizemeister und Endrundenteilnehmer um die Deutsche Meisterschaft (Viertelfinale)
1950: Norddeutscher Vizemeister und Endrundenteilnehmer um die Deutsche Meisterschaft (Viertelfinale)
1951: Norddeutscher Vizemeister und Endrundenteilnehmer um die Deutsche Meisterschaft (Gruppenspiele)
1952: Niederlage im ersten Fußballspiel, das im Fernsehen übertragen wurde, dem DFB-Pokal (Heim)Spiel gegen Hamborn 07 (3:4)
1954: Norddeutscher Vizemeister
1964: 1.Platz in der Regionalliga Nord
1966: 1.Platz in der Regionalliga Nord
1972: 1.Platz in der Regionalliga Nord
1973: 1.Platz in der Regionalliga Nord
1977: 1.Platz in der 2.Bundesliga Nord und Erster Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga
1981: 1.Platz in der Amateur-Oberliga Nord, Deutscher Amateurvizemeister nach 0:2-Finalniederlage bei den Amateuren des 1. FC Köln
1983: 1.Platz in der Amateur-Oberliga Nord
1984: 2.Platz in der Amateur-Oberliga Nord und Wiederaufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga
1988: 2.Platz in der 2.Bundesliga und Zweiter Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga
1995: 2.Platz in der 2.Bundesliga und Dritter Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga
1995: Nach dem 1. Spieltag der neuen Saison Tabellenführer in der 1. Fußball-Bundesliga durch 4:2-Heimsieg gegen TSV 1860 München.
2001: 3.Platz in der 2.Bundesliga und vierter Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga nach einem 2:1-Auswärtssieg gegen den 1. FC Nürnberg.
2002: 2:1-Heimsieg des Tabellenletzten FC St. Pauli gegen den FC Bayern München. Der Begriff des Weltpokalsiegerbesiegers wird geprägt.
2006: Einzug als Regionalligist in das Halbfinale des DFB-Pokals gegen den FC Bayern München, welches jedoch mit 0:3 verloren wurde; davor 3:1 gegen SV Werder Bremen im Viertel- und 4:3 über Hertha BSC Berlin im Achtelfinale.

Ligazugehörigkeit
Ab Ende Januar 1910 wurden die ersten Punktspiele ausgetragen, und der Verein pendelte zunächst innerhalb der Hamburger Ligen, da es bis 1933 keine überregionalen Ligen gab. 1919 gelang der Aufstieg in die Hamburger A-Klasse, die höchste Hamburger Liga - somit war der Verein damals zum ersten Mal "erstklassig."
1934/35, 1936-40 sowie 1942-45 spielte der FC St. Pauli in der neu gegründeten erstklassigen Gauliga Nordmark bzw. ab 1941 in der Gauliga Hamburg.



Abschlussplatzierungen von 1965 bis 2005Die Ligazugehörigkeit ab 1945 gibt folgende Aufstellung wieder:


1945-47 Stadtliga Hamburg (höchste Spielklasse)
1947-63 Oberliga Nord (höchste Spielklasse)
1963-74 Regionalliga Nord (zweithöchste Spielklasse)
1974-77 2. Liga Nord
1977/78 Bundesliga
1978/79 2. Liga Nord
1979-84 Oberliga Nord (dritthöchste Spielklasse)
1984/85 2. Bundesliga
1985/86 Oberliga Nord (dritthöchste Spielklasse)
1986-88 2. Bundesliga
1988-91 Bundesliga
1991/92 2. Bundesliga Nord
1992-95 2. Bundesliga
1995-97 Bundesliga
1997-2001 2. Bundesliga
2001/02 Bundesliga
2002/03 2. Bundesliga
2003-? Regionalliga Nord (dritthöchste Spielklasse)
Der FC St. Pauli hat innerhalb der letzten 30 Jahre somit 13-mal die Liga gewechselt.


Weltpokalsiegerbesieger
Am 6. Februar 2002 gewann der FC St. Pauli überraschend als Tabellenletzter mit 2:1 gegen den FC Bayern München im Millerntor-Stadion. Die St. Paulianer, schon fast abgestiegen, bewiesen erneut ihren Humor: Sie ließen T-Shirts mit dem Aufdruck „Weltpokalsiegerbesieger“ anfertigen, was darauf anspielte, dass der FC Bayern in der gleichen Saison den Weltpokal gewonnen hatte. Die Torschützen für St.Pauli waren Nico Patschinski und Thomas Meggle. Erst in der 87. Minute konnte Willy Sagnol für Bayern auf 2:1 verkürzen.


Herausragende Spieler

Deutsche A-Nationalspieler
Alfred "Coppi" Beck, 1 A-Länderspiel gegen England 1954

Karl Miller, 12 A-Länderspiele 1941/42, diese allerdings als "Gastspieler" für zwei andere Klubs

Ingo Porges, 1 A-Länderspiel gegen Irland 1960

Christian Rahn, 2 A-Länderspiele 2002

Ausländische Nationalspieler
Deniz Baris, machte den Aufstieg 2000/2001 durch einen Kopfball gegen den 1. FC Nürnberg klar, derzeit türkischer Nationalspieler.
Zlatan Bajramovic gilt als großes Talent, welches aus der Jugendarbeit des FC St. Pauli hervorgegangen ist. Spielt nun für den FC Schalke 04 in der 1. Bundesliga und ist bosnischer Nationalspieler.
Ján Kocian, Tschechoslowakischer WM-Teilnehmer 1990. Zuverlässiger Libero.
Ivan Klasnić, Torjäger für St. Pauli vom Jugend- bis hoch in den Profibereich. Spielt zur Zeit beim SV Werder Bremen und sorgt dort mit seinen Treffern in der Champions League (fünf in der Vorrunde 2004) für Furore. Inzwischen ist er auch kroatischer Nationalspieler.
Ivo Knoflicek, genannt "Knofi". Tschechischer Teilnehmer der Fußball-Weltmeisterschaft 1990.
Juri Sawitschew, Russischer Stürmer mit Minipli-Frisur, der häufig ins Tor traf und sich vielleicht noch häufiger Ermüdungsbrüche zuzog.
Ive Sulentic, Kanadischer Nationalspieler, verzichtete zugunsten der Saisonvorbereitung zur Saison 2005/2006 auf die Teilnahme am CONCACAF Gold Cup 2005
Richmar Siberie, Nationalspieler der Niederländischen Antillen. Nach einem erfolglosen Jahr auf dem Kiez mit nur einem erzielten Tor zog es ihn nach Maribor; mittlerweile spielt er wieder in der Regionalliga Nord beim Wuppertaler SV
Cory Gibbs, der hochgeschossene Abwehrspieler spielte von 2001 bis 2003 am Millerntor. Nach dem Abstieg in die Regionalliga, sah er seine Nationalmannschaftskarriere gefährdet und wechselte zu Dallas Burn. Mittlerweile ist der 16malige Nationalspieler vom niederländischen Topclub Feyenoord Rotterdam zu einem anderen Eredivisie-Club, dem ADO Den Haag, transferiert worden.

Weitere bekannte Spieler
Weitere bekannte Spieler, die entweder lange für den FC St.Pauli spielten, oder aber an die man sich aus anderen Gründen immer wieder gerne erinnert:

Damian Bankowski, mehrfacher deutscher U21-Nationalspieler.
Dirk Dammann - die Zuverlässigkeit in Person. Wirkte aufgrund seiner Größe immer etwas staksig, machte dies jedoch durch unbändige Einsatzkraft wett.
Martin Driller, bei den Fans umstrittener Stürmer und Ex-Freund von Regina Halmich. Hatte seinen wohl besten Auftritt im St. Pauli-Dress beim 4:4 gegen Schalke 04.
Walter Dzur, deutscher A-Nationalspieler und Angehöriger der Meistermannschaft des Dresdener SC 1943 und 1944.
Walter Frosch, B-Nationalspieler, ein rauhbeiniger Abwehrspieler, heute Wirt des Vereinsheims von Victoria Hamburg.
Franz Gerber, "Schlangen-Franz", bester St. Pauli-Torschütze seit Gründung der Bundesliga, Vater von Fabian Gerber. Mit 115 Treffern an achter Position in der Liste der Zweitliga-Rekordtorjäger.
André Golke, bis heute Bundesliga-Rekordtorschütze des FC St. Pauli.
Jürgen Gronau spielte nie für einen anderen Verein als den FC und ist heute in der Jugendarbeit tätig, wo auch sein Sohn aktiv ist.
Achim Hollerieth Aktueller Torwart der Regionalliga-Mannschaft und großer Rückhalt des Teams.
Volker Ippig, Torwart und Torwarttrainer, Ikone der '87er Fanbewegung, die, getragen von der Hamburger Hafenstraße, das heutige, alternative Image des FC begründete. Wohnte in derselbigen und später in der Wohnung von Präsident Paulick.
Leonardo Manzi, rettete St.Pauli in der Saison 1992/93 durch ein Kopfballtor in der 72. Minute gegen Hannover 96 vor dem Abstieg in die dritte Liga. Wirkte immer fröhlich, wenn auch nicht immer glücklich in seinen Aktionen auf dem Platz - aber das machte ihn sympathisch. Seinerzeit uneingeschränkter Publikumsliebling. Nach einer mehr oder weniger erfolgreichen Zeit beim brasilianischen Verein Juventude, zog es ihn zum Ende der Hinrunde der Saison 2005/06 zum Nord-Oberligisten SV Wilhelmshaven. Mittlerweile 36-jährig, soll er nun dort für die nötigen Tore sorgen.
Thomas Meggle wechselte zur Saison 2005/2006 zum dritten Mal ans Millerntor. Torschütze beim legendären 2:1 gegen Bayern München. Spielmacher und Hoffnungsträger für den angestrebten Zweitligaaufstieg.
Klaus Ottens, genannt "Otti", von den St. Pauli-Fans erkorener "Erfinder des Übersteigers".
Carsten Pröpper, Spielmacher mit mehr Licht als Schatten (der schwärzeste davon umhüllte ihn wohl beim berühmten Pinkel-Skandal in der Hotellobby während eines Trainingslagers, der ihm unter den Fans den Spitznamen "Palme" eintrug).
Andreas Reinke, Torwart, der allerdings nur ein Jahr am Millerntor spielte
Dieter Schlindwein, genannt Eisen-Dieter, Vorstopper, der seine Karriere bei Waldhof Mannheim begann und Anfang der 1990er Jahre Abwehrspieler bei St. Pauli war - allerdings ob seiner verbalen Entgleisung gegenüber Leo Manzi bei den Fans alles andere als unumstritten.
Holger Stanislawski, bis Mitte März 2004 einziger noch aktiver St. Pauli-Stammspieler aus Bundesliga-Aufstiegszeiten. Beendete März 2004 seine aktive Karriere. Mittlerweile ehrenamtlich Vizepräsident des Vereins und in dieser Funktion als Manager für den sportlichen Bereich tätig.
Klaus Thomforde, das "Tier im Tor". Letzter Einsatz am 6. Oktober 2001 (Abschiedsspiel "Klaus' letzte Parade" als Sportinvalide). Anschließend wirkte er noch als Torwarttrainer sowie in der Vermarktung des Vereins mit (derzeit Torwarttrainer bei Holstein Kiel).
André Trulsen, Abwehr, spielte in den Jahren 1986-1991 sowie zwischen 1994 und 2002 für den Verein. Dazwischen Stationen beim 1. FC Köln und dem SV Lurup. Jetzt Co-Trainer des FC St. Pauli. Wurde in der Regionalliga-Saison 2004/2005 als Spieler für einige Einsätze in Liga- und Pokalspielen reaktiviert. Mit 177 Einsätzen Rekordspieler des FC St. Pauli in der Fußball-Bundesliga
Dirk Zander hielt lange Zeit den Rekord für das schnellste Bundesligator und hält diesen in der internen St. Pauli-Wertung weiterhin souverän.
Rüdiger Wenzel, sympathischer Stürmer, der im Jahre 1989 ein Tor des Monats, per Hackentrick, aus 15 Meter Entfernung, für die Braun-Weißen erzielte. Betreibt heute einen Schreibwarenhandel in Bad Segeberg.
Bernhard Olck, wechselte zur Saison 1987/88 von Alemannia Aachen zum FC St. Pauli und war wichtiger Bestandteil der Aufstiegsmannschaft, die 1988/89 den 10. Platz in der Bundesliga erreichte. Der bullige Abwehrspieler, erhielt bei der Wahl zum "Fußballer des Jahres 88/89" zwei Stimmen und beendete seine Profilaufbahn 1993, im Alter von 30 Jahren.
Groß Helmut, nur Insidern bekannter Spieler, der vom Heider SV Ende der 40er Jahre zum FC St.Pauli wechselte; gebürtiger Gelsenkirchener, Spitzname "Brauner Bomber", weil er mit großem Einsatz kämpfte und so oft sein Trikot beschmutzte, wurde zur lokalen Berühmtheit mit dem Ausspruch "Die Lage ist kritisch, aber nicht hoffnungslos", den er oft in der Kabine nach Niederlagen zum Besten gegeben hat

Vereinsoffizielle über die Jahre

Eingangsbereich des Millerntor-Stadions
Die Präsidenten
1924-1931 Henry Rehder
1931-1945 Wilhelm Koch
1945-1947 Hans Friedrichsen
1947-1969 Wilhelm Koch
1970-1979 Ernst Schacht
1979-1982 Wolfgang Kreikenbohm
1982-1990 Otto Paulick
1990-2000 Heinz Weisener (verstorben 2005)
2000-2002 Reenald Koch
2003-heute Corny Littmann

Die Trainer
1945-1948 Hans Sauerwein
1948-1949 Waldemar Gerschler
1949-1951 Fred Harthaus
1951-1952 Walter Risse
1952-1952 Henner Appel
1952-1963 Heinz Hempel
1963-1964 Otto Westphal
1964-1965 Otto Coors
1965-1967 Kurt Krause
1967-1968 Heinz Hempel
1968-1971 Erwin Türk
1971-1972 Edu Preuß
1972-1974 Karl-Heinz Mülhausen
1974-1976 Kurt Krause
1976-1978 Diethelm Ferner
1978-1979 Josef Piontek
1979-1979 Werner Pokropp
1979-1982 Kuno Böge
1982-1986 Michael Lorkowski
1986-1987 Willi Reimann
1987-1991 Helmut Schulte
1991-1992 Horst Wohlers
1992-1994 Josef Eichkorn
1994-1997 Uli Maslo
1997-1997 Klaus-Peter Nemet
1997-1997 Eckhard Krautzun
1997-1998 Gerhard Kleppinger
1999-1999 Dietmar Demuth
1999-2000 Willi Reimann
2000-2002 Dietmar Demuth
2002-2002 Joachim Philipkowski
2002-2004 Franz Gerber
seit 2004 Andreas Bergmann



Der aktuelle Kader 2005/2006
Tor
1 Achim Hollerieth 20 Frank Dröge 31 Benedikt Pliquett
Abwehr
2 Florian Lechner 3 Ian Joy 4 Fabio Morena
14 Marcel Eger 18 Vivaldo Nascimento 26 Ralph Gunesch
33 Roberto Palikuca
Mittelfeld
5 Hauke Brückner 6 Michél Mazingu-Dinzey 7 Dennis Tornieporth
8 Khvicha Shubitidze 10 Thomas Meggle 12 Timo Schultz
15 Ive Sulentic 16 Heiko Ansorge 17 Fabian Boll
23 Benjamin Adrion
Angriff
9 Sebastian Wojcik 22 Felix Luz 27 Jeton Arifi
11 Jens Scharping


Aktuelle Entwicklung
Nach der Saison 2002/03 stieg St. Pauli aus der 2. Liga in die Fußball-Regionalliga Nord ab, und wäre beinahe noch direkt eine weitere Liga tiefer bis in die Oberliga Hamburg/ Schleswig Holstein abgestiegen, da sich zum Saisonende eine Liquiditätslücke in Höhe von rund 1,95 Millionen Euro abzeichnete, deren Deckung gleichzeitig die entscheidende Lizenzierungsauflage des DFB im Zulassungsverfahren zur Regionalliga darstellte. Am 28. März 2004 wurde der Trainer Franz Gerber wegen anhaltender Erfolgslosigkeit beurlaubt und durch den bisherigen Leiter des Nachwuchsleistungszentrums und Trainer der Zweiten Fußballmannschaft Andreas Bergmann ersetzt. Ihm steht seit 2004/2005 André Trulsen als Co-Trainer zur Seite.


Die Retterkampagne
Durch mehrere, bundesweit Aufsehen erregende Spendenaktionen gelang es Anhängern und Verein innerhalb von nur drei Monaten gemeinsam, weit mehr als die benötigten 1,95 Millionen Euro aufzutreiben und so den doppelten Abstieg innerhalb einer Saison in die Oberliga abzuwenden.

Einige Beispiele der durchgeführten Aktionen, welche allesamt unter dem Motto "Rettet den FC St.Pauli" standen:

Der Verkauf von über 140.000 RETTER - T-Shirts (Erlös: rund 900.000 EUR) u.a. auf dem Hamburger Fischmarkt, der Kieler Woche, diversen Konzerten
Der Verkauf des Jugendleistungszentrums am Brummerskamp an die Stadt Hamburg für 720.000 EUR
ein Benefizspiel unter dem Motto "Weltpokalsiegerbesieger gegen Weltpokalsieger" gegen den FC Bayern München, der auf Gage und Kostenerstattung verzichtete, im Millerntorstadion (270.000 EUR)
Bargeldspenden von über 200.000 EUR
Bieraktionen "Astra trinken - St. Pauli retten" (1 Euro pro Astrakasten, über 120.000 EUR) sowie die Aktion "Saufen für St.Pauli" (die Kiez - Kneipen kassierten je ausgeschenktem Bier 50 Cent Soliaufschlag) brachte weitere 20.000 EUR ein
Im Millerntorstadion durchgeführte Kulturveranstaltungen: Jazzfestival, DJ - Soundclash, drei Freiluftkinoabende, "Finales Retterkonzert"
Dauerkartenverkauf: Während der Retterkampagne, als die Ligazugehörigkeit noch ungeklärt war, wurden 11.700 Dauerkarten verkauft.

Das Hilfsprojekt Viva con agua de Sankt Pauli
Politisches und soziales Engagement ist nicht nur innerhalb der Fan-Szene zu beobachten: seit dem Frühjahr 2005 engagiert sich der Spieler Benjamin Adrion in einem gemeinsam vom Verein und der deutschen Welthungerhilfe getragenen Hilfsprojekt namens Viva con agua de Sankt Pauli zur Sicherung der Trinkwasserversorgung an etwa 100 Kindergärten in Havanna (Kuba).


Bekanntheit des Vereins
Eine Studie der UFA hat deutschlandweit elf Millionen St. Pauli-Sympathisanten ermittelt.

Dieses Interesse äußert sich auch im Zuschauerzuspruch bei den Heim- und Auswärtsspielen: St.Pauli hatte in der Saison 2003/04 als Regionalligist einen höheren Zuschauerschnitt als jeder Zweitligaverein und überflügelt bei der Zahl der verkauften Dauerkarten gar den einen oder anderen Erstligisten. Der Zuschauerschnitt in der Saison 2003/04 lag bei 17.374 Fans.


Strukturen in der Fanszene
Ein nennenswerter Teil der Fanszene am Millerntor versteht sich im Vergleich zu den Fanstrukturen anderer Fußballvereine ausdrücklich als politisch. So wurde sich schon früh für eigene und die Interessen der direkten Stadionanwohner eingesetzt, als ein recht kühnes Stadionneubauprojekt mit angeschlossener Randbebauung (Sport-Dome) des Präsidenten Heinz Weisener - bzw. von dessen Architekturbüros - in Angriff genommen werden sollte. Durch mehrere Demonstrationen sowie einen mehrminütigen Schweigeprotest bei einem Heimspiel wurde dieses Projekt schließlich gekippt. Fortan wurden zwar immer wieder Stadion-Neubaupläne aus der Schublade geholt (so viele neue Stadien wie St. Pauli baut sicherlich kein anderer Fußballverein), aber nie mehr so konkret geplant wie damals. Dieses Einfrieren weiterer Planungen basierte aber vor allem auf finanziellen Gründen (siehe weiter oben zur Retterkampagne) - und ist jetzt in der Regionalliga ohnehin illusorisch.

Auch in der Antirepressionsarbeit gegen Stadionverbote zeigt sich die Fangruppierung 'Pro Fans' recht aktiv im St. Pauli-Umfeld.

Einen weiteren politischen Schwerpunkt bildet das aktive Einschreiten gegen sexistische oder rassistische Äußerungen im Stadion: St. Pauli war der erste Verein, welcher entsprechende Verbote in seine Stadionordnung einfügte - heute ist es eher die Regel, dass sich entsprechende Passagen in den Stadionordnungen der Bundesligavereine finden. So musste beispielsweise ein Sponsor, der Herausgeber der Männerzeitschrift Maxim, nach heftigen Protesten seine Stadionreklame überarbeiten, da diese von Fanseite als zu sexistisch bzw. frauenfeindlich eingestuft wurde.
Andererseits ist festzustellen, dass auch eine ehedem bahnbrechende Stadionordnung und eine mindestens diffuse Selbsteinschätzung vieler Fans als politisch "links" nicht automatisch vor dem Verstoß gegen genau diese Regeln schützen.

Der Verein hat über 100 offiziell registrierte Fanclubs, die sich mit dem Fanclub-Sprecherrat ein eigenes Vertretungsgremium geschaffen haben, das inzwischen bei grundsätzlichen Fragen auch vom Vereinspräsidium angehört wird. Zentrale Einrichtung für organisierte wie einzelne Fans ist der aus einer Faninitiative hervorgegangene Fanladen St. Pauli.


Rugbyabteilung
Die Rugbyabteilung ist untergliedert in 1. und 2. Herren, Frauen sowie Jugend/Schüler. Ihre größte Aufmerksamkeit erzielte diese Abteilung durch die mehrfach erlangte Deutsche Meisterschaft im Frauenrugby: Bereits zum fünften Mal nach 1995, 2000, 2001 und 2003 holten die Frauen 2005 die Deutsche Rugby-Meisterschaft und sind damit die erfolgreichste Abteilung innerhalb des FC St. Pauli.


Abteilung Fördernde Mitglieder (AFM)
Die AFM ist eine nicht sporttreibende Abteilung, deren Mitglieder sich der Förderung der Jugendabteilungen (mit Schwerpunkt auf dem Fußball-Jugendleistungsbereich) des Vereins verpflichtet sehen. Mit ihren zur Zeit (06.März 2006) 3.305 Mitgliedern (davon 1.051 ausserhalb Hamburg lebende) ist sie zudem die mitgliedsstärkste Abteilung innerhalb des Vereins.

31.5.06 14:59, kommentieren

Der 1. FC Köln (offiziell: Erster Fußball-Club Köln 01/07 e.V.) ist der größte Sportverein in Köln.

Der Klub entstand am 13. Februar 1948 aus dem von der Stadt Köln mit öffentlichen Mitteln geförderten Zusammenschluss der beiden Fußballvereine Kölner BC 01 und SpVgg Sülz 07. Ziel dieses Zusammenschlusses war es, für die Stadt Köln einen aus sportlicher sowie wirtschaftlicher Sicht attraktiven Verein zu erschaffen. Dieser Schritt verhinderte eine Pleite und war ein typisches Beispiel für „kölschen Klüngel“. Seit März 2002 ist der Profifußball (Erste Mannschaft und Regionalliga-Mannschaft) als 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA ausgegliedert, in der der Verein das alleinige Stimmrecht besitzt.

Der Bundesliga-Gründungsverein mit langer Fußballhistorie ist zur Saison 2006/07 zum vierten Mal in die Zweite Bundesliga abgestiegen , obwohl er mit Lukas Podolski und Lukas Sinkiewicz zwei deutsche Nationalspieler und Hoffnungsträger in den eigenen Reihen hatte.

Inhaltsverzeichnis [Anzeigen]
1 Geschichte
1.1 Die Vorläufervereine
1.2 Die Anfänge
1.3 Europapokal der Landesmeister
1.4 1978 bis 1990
1.5 1990 bis heute
1.6 Gegenwart
2 Stadion
3 Das Maskottchen
4 Geschichten und Anekdoten
5 Stadion - Lieder
5.1 FC - Lieder
5.2 Gebräuchliche Karnevalslieder
6 Spieler
7 Präsidenten
8 Alle Trainer
9 Legendäre Spieler
10 Ausländische Spieler (Auswahl)
11 Sportliche Erfolge
12 Sponsoren
12.1 Hauptsponsoren (Trikot) seit 1979
13 Finanzen
14 Siehe auch
15 Literatur
16 Weblinks



Geschichte

Die Vorläufervereine
Bis zum zweiten Weltkrieg gab es in Köln mehrere etwa gleichstarke Fußballvereine: Den VfL Köln 1899, den VfR Köln 04 (aus dem später Viktoria Köln wurde), den SV Mülheim, die SpVgg Sülz 07 und den Kölner BC 01. Keiner dieser Vereine war stark genug, sich gegen die starke Konkurrenz aus dem Ruhrgebiet dauerhaft durchzusetzen. Von 1903 bis 1933 gewannen Kölner Vereine nur viermal die Westdeutsche Meisterschaft, davon 1912 der Kölner BC und 1928 Sülz 07, und gelangten dann jeweils nur bis zum Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft. Von 1934 bis 1944 war die Gauliga Mittelrhein die höchste Spielklasse. Dort war es zwar ein leichtes, sich gegen die Konkurrenz aus Aachen, Düren, Trier und Koblenz durchzusetzen, doch kam in der anschließenden Endrunde für die Kölner Klubs immer schon in der Vorrunde das Aus. Die einzige Ausnahme war 1941, als der VfL 1899 den 4. Platz erreichte und damit die beste Platzierung eines Kölner Fußballklubs bis zur ersten Vizemeisterschaft des 1. FC im Jahre 1960 erreichte. Um der Ausgewogenheit genüge zu tun, sei noch kurz erwähnt, dass Preußen Dellbrück 1950 ebenfalls einen 4. Platz in der Deutschen Meisterschaft erreichte.

Da allen Beteiligten mittlerweile deutlich war, dass die vielen Kölner Vereine sich sportlich und finanziell gegenseitig blockierten, kam es kurz nach dem Krieg zu mehreren Fusionen, aus denen sich der 1. FC Köln als der seit 1951 ununterbrochen beste Verein Kölns entwickelte.


Die Anfänge

Trainingsgelände und Geschäftsstelle in Köln: GeißbockheimDer 1. FC Köln war mit seiner Fußballabteilung in den 1950er- und Anfang der 1960er-Jahre insgesamt fünfmal Meister und dreimal Vizemeister in der damaligen Oberliga West und nahm dadurch achtmal an den Endrunden zur Deutschen Meisterschaft teil. In den Jahren 1960, 1962 und 1963 erreichte man jeweils das Finale, konnte sich aber nur 1962 durchsetzen (4:0 gegen den 1. FC Nürnberg). 1964 wurde Köln erster Meister der neu geschaffenen Fußball-Bundesliga. 1978 wurde der Verein ein drittes Mal Deutscher Meister, wenige Wochen zuvor hatte der FC bereits das Pokalendspiel gegen Fortuna Düsseldorf gewonnen. Der Bundesliga gehörte der Verein bis zum Abstieg 1998 35 Jahre lang ununterbrochen an. Nach jeweils zwei Auf- und Abstiegen in den letzten Jahren spielte der Verein in der Saison 2004/2005 wieder in der 2. Fußball-Bundesliga des deutschen Fußballs; am 31. Spieltag gelang dem Traditionsclub vorzeitig der Wiederaufstieg in die Eliteklasse des deutschen Fußballs.

Der erste Präsident des 1. FC Köln war der legendäre Franz Kremer. Er gilt bis heute als einer der wichtigsten Wegbereiter des Profifußballs in Deutschland. Vor allem auf sein Betreiben hin wurde 1963 die Fußball-Bundesliga gegründet. Der 1. FC Köln besaß zu dieser Zeit schon fast revolutionäre Vereinsstrukturen, die in Deutschland beispielhaft für alle Profivereine waren. Vertreter aller größeren Vereine gaben sich bei Franz Kremer die Klinke in die Hand, um zu sehen, wie am Geißbockheim (dem Vereinshaus des 1. FC Köln bis heute) ein moderner Fußballverein geführt wurde.

Ein Beispiel dafür war, dass der 1.FC Köln als erster deutscher Verein einen eigenen Torwart-Trainer hatte. Dies war wohl auch mit ein Grund dafür, dass Harald Schumacher und Bodo Illgner schon in recht jungen Jahren zu Stammtorhütern der Nationalmannschaft wurden.


Europapokal der Landesmeister
1962/1963

Nach der deutschen Meisterschaft 1962 spielte der 1. FC Köln in der Vorrunde des Europapokals der Landesmeister gegen den schottischen Meister FC Dundee. Das Hinspiel in Schottland verlor der FC mit 1:8. Damit war die Ausgangsposition für das Rückspiel denkbar ungünstig. Dennoch gewannen die Kölner mit 4:0, was natürlich nicht mehr ausreichte, um die Hauptrunde zu erreichen.
1964/1965

In der Vorrunde traf der 1. FC Köln diesmal auf Partizan Tirana aus Albanien und enttäuschte erneut im Hinspiel. Über ein 0:0 kamen sie nicht hinaus. Doch der 2:0 Rückspiel-Sieg sicherte dem FC die Teilnahme an der Hauptrunde. In der ersten Hauptrunde traf der FC dann auf Panathinaikos Athen. Am 11. November 1964 spielten die Kölner in Athen Remis 1:1. Das Rückspiel wurde 14 Tage später mit 2:1 gewonnen. Im Viertelfinale kam es zu einem denkwürdigen Zusammentreffen zwischen dem 1. FC Köln und dem englischen Meister FC Liverpool. Das Hinspiel fand am 10. Februar 1965 in Köln statt und endete wie das Rückspiel in Liverpool 0:0.
Es gab damals noch nicht die Regelung, dass Spiele per Elfmeterschießen entschieden werden. Deshalb traf man sich am 24. März 1965 zum Entscheidungsspiel in Rotterdam. Liverpool führte nach 37 Minuten mit 2:0, Köln konnte bis zur 49.Minute ausgleichen. Eine Viertelstunde vor Ablauf der normalen Spielzeit wurde den Kölnern ein Tor wegen angeblichen Abseits durch den schwachen belgischen Schiedsrichter Schaut aberkannt. Die Verlängerung blieb torlos. Dann folgte der legendäre Münzwurf von Rotterdam. Dieser misslang beim ersten Versuch. Die Münze des Schiedsrichters blieb senkrecht im morastigen Boden stecken und musste noch einmal geworfen werden. Erst dann war klar, dass der FC Liverpool durch Losentscheid ins Halbfinale einzog. Im Halbfinale unterlag Liverpool dann dem späteren Sieger Inter Mailand.
1978/1979

Nach dem Double-Gewinn 1978 startete der 1. FC Köln zum dritten Mal in seiner Vereinsgeschichte, um unter Trainer Hennes Weisweiler den Europapokal der Landesmeister zu gewinnen. In der ersten Runde besiegten sie den isländischen Meister IA Akranes souverän. Auch der bulgarische Titelträger Lokomotive Sofia war im Achtelfinale kein starker Gegner. Nach dem 1:0 Sieg in Sofia folgte ein 4:0-Sieg in Köln. Im Viertelfinale gegen Glasgow Rangers war der 1:0 Heimsieg für das Rückspiel kein sicheres Polster, doch erkämpfte die Mannschaft bei den heimstarken Schotten ein 1:1.
Im Halbfinale trafen die Kölner dann auf den englischen Überraschungsmeister Nottingham Forest. Die Mannschaft um die Stürmerstars Trevor Francis und Tony Woodcock, der in der nächsten Saison zum 1. FC Köln wechseln sollte, schien nach einem sensationellem Spiel der Kölner in Nottingham bereits in den Schranken gewiesen. Ein 3:3 erschien als eine gute Basis, um zum ersten Mal in ein Europapokalendspiel einzuziehen. Ein 0:0 würde reichen. Doch schockte Nottingham die Kölner Fans im Müngersdorfer Stadion mit einem 0:1 durch Ian Bowyer und Köln kam, trotz permanenten Anrennens auf das englische Tor, nicht mehr zu einem Treffer. Nottingham Forest gewann anschließend auch das Finale gegen den schwedische Meister Malmö FF mit 1:0.

1978 bis 1990
Nach dem Gewinn des Double beendeten einige Stammspieler ihre aktive Laufbahn (z.B. Hannes Löhr) oder wechselten den Verein (z.B. Wolfgang Weber). Zu den Neuverpflichteten gehörten zwei Spieler, deren Karriere gerade begann: Pierre Littbarski und Bernd Schuster. Doch die Saison 1978/79 endete enttäuschend. Eine der Ursachen war die lange Verletztenliste (Heinz Flohe, Herbert Zimmermann, Herbert Neumann, Roger van Gool, Okudera, Gerd Strack). Allerdings erreichte man in dieser Saison im Landesmeister-Wettbewerb das Halbfinale, scheiterte dort aber an Nottingham Forrest. Hennes Weisweiler wechselte in der darauf folgenden Saison zu Cosmos New York, Karl Heinz Heddergott folgte. Das Pokalfinale 1980 verlor der FC 2:1 gegen Düsseldorf. Unter Rinus Michels ("Der General") blieb man in der Bundesliga zunächst weiterhin relativ erfolglos (80/81 --> Platz 8), erreichte aber gegen Ipswich Town F.C. das Halbfinale (0:1, 0:1) des UEFA-Cups. 1983 holte der FC den DFB-Pokal gegen Fortuna Köln (Tor durch Littbarski), die Sympathien lagen aber auf Fortunas Seite, für deren Spieler es Standing Ovations gab. In den folgenden Jahren erlebten der Verein und auch die Spieler nicht nur sportlich gesehen ein Auf und Ab. Im November 1985 übte Pierre Littbarski scharfe Kritik am damaligen Präsidenten Peter Weiand und wechselte nach Frankreich. 1986 erreichte Köln das Uefacup-Finale, wo man an Real Madrid (1:5, 2:0) scheiterte. Das Heimspiel des 1.FC im Finale musste wegen vorangegangener Zuschauerausschreitungen allerdings in Berlin stattfinden. Ein Jahr später wurde Harald "Toni" Schumacher wegen seines Buches "Anpfiff" aus der Mannschaft geworfen, Dietmar Artzinger-Bolten wurde neuer Präsident. In den folgenden Jahren spielte der Verein unter Christoph Daum sehr erfolgreich (u.a. zweimal Vize-Meister).


1990 bis heute
Während der WM 1990 wurde Erfolgstrainer Daum für die Öffentlichkeit völlig überraschend entlassen. Viele Jahre später bestätigte der damalige Präsident Dietmar Artzinger-Bolten indirekt, dass es einen Zusammenhang mit dem 1999 öffentlich gewordenen Kokainkonsum Daums gegeben habe. Ebenfalls 1990 wechselte der Mittelfeldspieler Thomas Häßler für die Rekordsumme von 14 Mio. DM zum italienischen Klub Juventus Turin. 1991 trat Präsident Artzinger-Bolten zurück und die Überraschung war groß, als unter Nachfolger Klaus Hartmann eine kritische Finanzlage offenbar wurde, die die Lizenzerteilung gefährdete. In den folgenden Jahren kehrte der Verein wirtschaftlich in ruhigeres Fahrwasser zurück, sportlich begann 1990 hingegen ein langsamer, stetiger Abstieg. 1992 qualifizierte sich der FC zum bisher letzten Mal für den UEFA-Cup, in der Saison 1993/94 geriet der Verein erstmals seit fast zehn Jahren wieder in Abstiegsgefahr. Mitte der Neunziger etablierte sich der Verein in der unteren Tabellenhälfte der Bundesliga.


Ex-Trainer Peter NeururerDie Ära Hartmann endete 1997, und Albert Caspers, ein ehemaliger Spitzenmanager der Ford-Werke AG, wurde Präsident. Er trat vor allem an, um die wirtschaftliche Basis des 1. FC Köln zu stärken und ein professionelles Management einzuführen, um so auch wieder sportliche Erfolge möglich zu machen. So fallen in seine Amtszeit die Umwandlung der Lizenzspielerabteilung in eine Kapitalgesellschaft und der Umbau des alten Müngersdorfer Stadions in eine moderne Fußballarena, das RheinEnergieStadion. Zudem wurde die Bindung zwischen Stadt und Verein gestärkt; die seit Anfang des Jahres 2000 explosionsartig gestiegenen Mitgliederzahlen und Dauerkartenverkäufe zeugen von einer erfolgreichen Rückbesinnung auf die Wurzeln des Clubs. Die sportlichen Ziele konnten jedoch nicht erreicht werden. In der Jubliäumssaison 1997/98 stieg der FC zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte ab. Nach einer völlig enttäuschenden Zweitligasaison 1998/99 unter Trainer Bernd Schuster gelang in der Saison 1999/2000 mit Ewald Lienen in begeisternder Art und Weise der Wiederaufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. Einem zehnten Platz in der Folgesaison folgte 2002 der erneute Abstieg. Seitdem hat der Verein in bisher jedem Jahr die Ligazugehörigkeit gewechselt. Nach dem Aufstieg 2003 stieg der FC sang- und klanglos wieder ab, jedoch legte der "Abstiegstrainer" Marcel Koller mit der Aufnahme der späteren Nationalspieler Lukas Podolski und Lukas Sinkiewicz aus der A-Jugend in den Profikader den Grundstein für den folgenden Wiederaufstieg.

Anfang März 2004 kam es in der Führungsetage zu einem Machtkampf, der in der Rücktrittsforderung von Wolfgang Overath an den Vereinspräsidenten Albert Caspers gipfelte. Am 4. März 2004 wurde von der Vereinsführung mitgeteilt, dass Overath „mit sofortiger Wirkung Partner des Vorstands“ werde. Der Verwaltungsrat erklärte darüber hinaus, dass er Overath nach Beendigung der Präsidentschaft von Albert Caspers als Präsidentschaftskandidaten vorschlagen werde. Im Juni 2004 wurde Wolfgang Overath auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zum Präsidenten gewählt. Diese war nötig geworden, weil Overath darauf beharrte, sofort alle Macht im Verein übertragen zu bekommen, da "sofortiges Handeln notwendig" sei, um "den Verein nicht vor die Hunde gehen zu lassen". Seine erste Amtshandlung war die Entlassung von Coach Marcel Koller und die Vorstellung des neuen und damit 30. Trainers seit Beginn der Bundesliga 1963: Huub Stevens.


Ex-Trainer Huub StevensIn der Folge wurde der Overath-Weggefährte Jürgen Glowacz auf den von der Satzung bis dato nicht vorgesehenen dritten Vizepräsidentenposten befördert, da der gewählte Amtsinhaber Steegmann seine Zustimmung zu einem Rücktritt verweigerte. Um zukünftig solche Opposition zu verhindern, ließ Overath eine Satzungsänderung beschließen, die dem Präsidenten das alleinige Vorschlagsrecht für die Vizepräsidenten gibt.


Gegenwart
Am 2. Mai 2005 gelang dem 1. FC Köln durch einen 2:1-Sieg in Aue der erneute Aufstieg in die 1. Bundesliga. Darüber hinaus sicherte sich die Mannschaft um Huub Stevens durch einen 4:0-Sieg am letzten Spieltag über den MSV Duisburg die Zweitligameisterschaft. Zwar wurde ein neuer Zuschauerrekord für die Zweite Liga aufgestellt, doch warteten diese Zuschauer bis zum Schluss vergebens auf die versprochenen spielerischen Feuerwerke. Trainer während der Hinrunde der Saison 2005/06 wurde Uwe Rapolder, der am 18. Dezember 2005 nach der bis dato schlechtesten Kölner Bundesligahinrunde entlassen wurde. Andreas Rettig trat einen Tag vorher, nach der 2:3-Niederlage bei Arminia Bielefeld als sportlicher FC-Geschäftsführer zurück. Sein Nachfolger wurde am 22. Dezember 2005 Michael Meier. Seit dem 3. Januar 2006 ist der Schweizer Hanspeter Latour Trainer und Thomas Binggeli Co-Trainer des 1.FC Köln.

Eine rekordverdächtige Niederlagenserie wurde erst am 4. März 2006 durch einen 4:2-Auswärtssieg gegen Hertha BSC Berlin beendet. Aufkeimende Hoffnungen auf einen Klassenhalt erhielten jedoch durch die nachfolgende 3:4-Heimpleite gegen Nürnberg einen Dämpfer. Nach fünf ungeschlagenen Spielen in Folge (zwischen dem 27. und 31. Spieltag) schöpfte man noch einmal Hoffnung: Das Spiel des 32. Spieltages gegen den Hamburger SV wurde jedoch mit 0:1 verloren, so dass ein Klassenerhalt aus eigener Kraft nicht mehr möglich war. Seit dem Unentschieden des 1. FC Kaiserslauterns in Frankfurt (2:2) und des Sieges des FSV Mainz 05 beim VfL Wolfsburg (3:0) und der Tatsache, dass 1. FC Kaiserslautern und VfL Wolfsburg am 34. Spieltag noch gegeneinander spielen, ist Köln zum 4. Mal aus der 1. Bundesliga abgestiegen. Sie verabschiedeten sich mit einem 4:2 gegen Arminia Bielefeld aus der Saison 2005/2006 in die 2. Bundesliga.

Inzwischen wurde bekannt, dass Lukas Podolski, der Star der Mannschaft, Köln verlassen wird. Der genaue Zeitpunkt des Wechsels, zum FC Bayern München (Meister 2006) steht noch nicht fest.


Stadion

Blick auf das RheinEnergieStadion KölnDas Heimstadion des 1. FC Köln ist derzeit das RheinEnergieStadion. Sein Vorläufer ist das 1923 an gleicher Stelle erbaute Müngersdorfer Stadion, welches 1975 neu errichtet wurde. Die heutige Fußballarena wurde am 31. Januar 2004 fertiggestellt. Im Gegensatz zu seinen Vorläuferbauten weist es keine Leichtathletikanlagen mehr auf und ist damit ein reines Fußballstadion. Das 50.997 Zuschauer fassende Stadion ist im Jahr 2006 einer der zwölf Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland, heißt während des Turniers jedoch FIFA WM Stadion Köln, da die FIFA Sponsorennamen bei Stadien während der WM verbietet. International wurde die Sportstätte in der Saison 2004/2005 übrigens auch für die Heimspiele im UEFA-Pokal durch den Fußball-Zweitligisten Alemannia Aachen genutzt.

In der Nordtribüne des Stadions befindet sich das FC-Museum, in dem die Geschichte des 1. FC Köln vorgestellt wird.


Das Maskottchen

Ein Geißbock mit dem Namen Hennes ist das Maskottchen des 1. FC Köln
Hennes I. beim Einlauf der Mannschaft 1952Der Geißbock "Hennes" ist jener Ziegenbock der im Wappen des 1. FC Köln abgebildet ist. Der Ur-Geißbock, Hennes I, wurde dem Fußballverein sozusagen als Fastelovendsscherz von der Zirkus-Prinzipalin Carola Williams geschenkt (benannt übrigens nach dem FC-Spieler der ersten Stunde und späteren Trainer Hennes Weisweiler). Aus der Karnevalslaune, die zuweilen charakteristisch für den weiteren Weg des Clubs war, wurde so ein Maskottchen mit einem nicht zu unterschätzenden Werbewert. Das Logo mit dem Bock ziert Fan-Artikel, die Stadionzeitschrift "GeißbockEcho" in seinem 40. Jahrgang, das jetzt gründlich renovierte Geißbockheim und ist als solches ein unverkennbares Markenzeichen.

Wenn Hennes VII. zusammen mit Bauer Wilhelm Schäfer ins RheinEnergieStadion einläuft, gibt es immer einen Sonderapplaus von den Zuschauern auf den Rängen. Die Fans des Geißbocks können über eine WebCam im Stall von Hennes in Widdersdorf den Geißbock rund um die Uhr live beobachten.


Geschichten und Anekdoten
1991: Am 07. Mai 1991 sah der Kölner Stürmer Frank Ordenewitz im DFB-Pokal-Halbfinalspiel gegen den MSV Duisburg (Endstand 3:0) die Gelbe Karte, welche eine Sperre für das Pokalendspiel nach sich gezogen hätte. Im weiteren Verlauf des Spiels sah er nach einer weiteren Aktion die Rote Karte. Nach dem Spiel bekannte Trainer Erich Rutemöller freimütig, er habe Ordenewitz zur Halbzeit mit den inzwischen legendären Worten "Mach et, Otze!" zu diesem Verhalten geraten, da eine Rot-Sperre in der Bundesliga abgesessen werden konnte und Ordenewitz so im Pokalfinale wieder einsatzfähig wäre. Der DFB reagierte umgehend und sperrte Ordenewitz für das Finale. Weiterhin verfügte der DFB, dass Sperren aus Platzverweisen im Pokal nur noch im Pokal "abgesessen" werden können. Genau diese Regelung kam dem FC im Jahre 2004 in der ersten Runde des DFB-Pokals zugute, als ein 0:3 der Amateurmannschaft gegen den VfL Wolfsburg am grünen Tisch in ein 2:0 umgewandelt wurde, weil der Wolfsburger Spieler Marian Hristov noch eine "Altsperre" aus einem Platzverweis in einem früheren Wettbewerb hatte.

2005: Im Mai 2005 verkündete der 1. FC Köln einen sensationellen neuen Trikotsponsor: Die Insel Zypern, bzw. eine zypriotische Firma namens "Satena Holding Ltd.". Beworben werden sollte die Insel Zypern als Tourismusziel. Wenige Wochen später kam durch WDR-Recherchen heraus, dass diese Firma gar nicht existierte bzw. keinen derartigen Auftrag des zypriotischen Tourismusverbandes hatte. Das von einem persönlichen Freund des Clubpräsidenten Wolfgang Overath "eingefädelte" Geschäft platzte und der FC musste sich kurzfristig einen neuen Hauptsponsor suchen.


Vollbesetzter FC-Fanblock und Choreographie
Stadion - Lieder
Das Absingen diverser Lieder, meist mehr oder weniger im lokalen Dialekt, ist wichtiger Bestandteil der Stadionkultur. Außerhalb des ohnehin sangesfreudigen Fanblocks in der Südkurve kommt der Anstoß dazu meistens über die Stadionlautsprecher; bei für den FC sehr gut oder extrem schlecht verlaufenden Spielen (wenn sich die Zuschauer schon mit der Niederlage abgefunden haben), kann es auch passieren, dass das Publikum in die Südkurvengesänge mit einstimmt. Gesungen werden sowohl reine FC-Lieder, als auch ein größeres Repertoire von klassischen Karnevalsliedern.


FC - Lieder
Mer stonn ze Dir, FC Kölle (Höhner, 1998): Das zur Zeit immer noch beliebteste Lied, vom Stadionsprecher als "FC-Hymne" bezeichnet. Das Original stammt von der schottischen Gruppe Runrig und besingt ähnlich leidenschaftlich den Loch_Lomond
Unser Hätz schlät för dr FC Kölle (Höhner, 1986): Textlich an den Höhner-Hit "Echte Fründe" angelehnt.
FC, jeff Jas! (BAP, 1998): Umdichtung des BAP-Bandjubiläumsliedes 'Für ne Moment' anlässlich des 50jährigen Vereinsjubiläums 1998; im Original gesungen von Wolfgang Niedecken, Guildo Horn und Stefan Raab

Daneben gibt es noch eine Reihe anderer Lieder verschiedener Kölner Musiker und Gruppen auf den FC.


Gebräuchliche Karnevalslieder
Hey Kölle, Du bess e Jeföhl (Höhner): Der Klassiker
En unserm Veedel (Bläck Fööss): Wird am Ende von verlorenen Spielen aufgelegt.
Jetzt geht's los (Höhner)
Mir sin kölsche Mädche/Jonge (Et fussich Julchen)
Superjeilezick (Brings)
usw.

Spieler
Stand: 28. Mai 2006 - offizielle Zu- und Abgänge (von links nach rechts: Rückennummer, Staatsangehörigkeit, Name, Vereinszugehörigkeit)


Der deutsche Nationalspieler Lukas PodolskiTorhüter
16 - Alexander Bade (seit 2000)
33 - Stefan Wessels (seit 2003)
41 - Benjamin Finke (seit 2006)
Abwehr
02 - Carsten Cullmann (seit 1998)
25 - Marvin Matip (seit 2005)
27 - Alpay Özalan (seit 2005)
20 - Lukas Sinkiewicz (seit 1996)
37 - Patrick Weiser (seit 2005)
? - Pekka Lagerblom (ab 2006)
Mittelfeld
29 - Ricardo Cabanas (seit 2006)
39 - Denis Epstein (seit 2005)
08 - Matthias Scherz (seit 1999)
? - Peter Madsen (ab 2006)
? - Anthony Lurling (ab 2006)
? - Adil Chihi (ab 2006)
Angriff
17 - Patrick Helmes (seit 2005)
10 - Lukas Podolski (seit 1995)
19 - Imre Szabics (seit 2005)
? - Thomas Bröker (ab 2006)
? - Salvatore Gambino (ab 2006)

Präsidenten

Der ehemalige Präsident Klaus Hartmann (1996)Franz Kremer: 1948 - 1967
Werner Müller: 1967 - 1968
Oskar Maass: 1968 - 1973
Peter Weiand: 1973 - 1987
Dietmar Artzinger-Bolten: 1987 - 1991
Klaus Hartmann: 1991 - 1997
Albert Caspers: 1997 - 2004
Wolfgang Overath: seit dem 14. Juni 2004

Alle Trainer
13.03.48 - 30.06.48 Karl Flink
01.07.48 - 30.06.52 Hennes Weisweiler (Spielertrainer)
01.07.52 - 17.05.53 Helmut Schneider
18.05.53 - 30.06.54 Karl Winkler
01.07.54 - 30.06.55 Kurt Baluses
01.07.55 - 30.06.58 Hennes Weisweiler
01.07.58 - 30.06.59 Peter Szabo
01.07.59 - 30.06.61 Oswald Pfau
01.07.61 - 30.06.63 Zlatko Cajkovski
01.07.63 - 30.06.66 Georg Knöpfle
01.07.66 - 30.06.68 Willi Multhaup
01.07.68 - 30.06.70 Hans Merkle
01.07.70 - 30.06.71 Ernst Ocwirk
01.07.71 - 04.04.72 Gyula Lorant,
05.04.72 - 30.06.72 Rolf Herings
01.07.72 - 16.09.73 Rudolf Schlott
(04.12.-11.12.72 Volker Kottmann, Interimstrainer)
17.09.73 - 12.12.75 Zlatko Cajkovski
01.01.76 - 30.06.76 Georg Stollenwerk
01.07.76 - 15.04.80 Hennes Weisweiler
16.04.80 - 13.10.80 Karl-Heinz Heddergott
(14.10.-16.10.80 Rolf Herings, Interimstrainer),
17.10.80 - 23.08.83 Rinus Michels
24.08.83 - 06.02.86 Hannes Löhr
07.02.86 - 22.09.86 Georg Keßler
23.09.86 - 28.06.90 Christoph Daum
29.06.90 - 23.08.91 Erich Rutemöller
(24.08.-03.09.91 Udo Lattek, Interimstrainer)
(04.09.-09.09.91 Hannes Linßen, Interimstrainer)
10.09.91 - 27.02.93 Jörg Berger
28.02.93 - 28.04.93 Wolfgang Jerat
29.04.93 - 26.08.95 Morten Olsen
27.08.95 - 31.03.96 Stefan Engels
01.04.96 - 30.09.97 Peter Neururer
01.10.97 - 30.06.98 Lorenz-Günther Köstner
01.07.98 - 30.06.99 Bernd Schuster
01.07.99 - 27.01.02 Ewald Lienen
(28.01.-13.02.02 Christoph John, Interimstrainer)
14.02.02 - 30.10.03 Friedhelm Funkel
02.11.03 - 14.06.04 Marcel Koller
15.06.04 - 30.06.05 Huub Stevens
01.07.05 - 18.12.05 Uwe Rapolder
03.01.06 - ??.??.?? Hanspeter Latour


Nationaltorhüter Bodo Illgner
Legendäre Spieler
Maurice "Mucky" Banach † 1990-1991
Heinz "Flocke" Flohe 1966-1979
Thomas "Icke" Häßler 1983-1990
Bodo Illgner 1983-1996
Pierre "Litti" Littbarski 1978-1986 und 1987-1993
Dieter Müller 1973-1981
Wolfgang Overath 1962-1977 (Präsident 2004-heute)
Hans "De Knoll" Schäfer 1948-1965
Karl-Heinz Schnellinger 1958-1963
Harald "Toni" Schumacher 1972-1987
Bernd Schuster 1978-1980 (Trainer 1998-1999)



Ausländische Spieler (Auswahl)

Stürmer Toni Polster im Trikot vom FC 1996/97 Coskun Tas, Mahmut Caliskan, Tuncay Nadaroglu, Mustafa Doğan, Alpay Özalan
Ole Sörensen, Preben Elkjær Larsen, Morten Olsen, Henrik Andersen, Kim Christofte, Flemming Povlsen, Jann Jensen, Bjarne Goldbæk, Peter Madsen
René Botteron, Marc Zellweger, Marco Streller, Ricardo Cabanas
Dorinel Munteanu, Ion Vlădoiu
Yasuhiko Okudera
David Pizanti
Thomas Parits, Toni Polster, Ralph Hasenhüttl
Andrzej Rudy, Andrzej Kobylanski, Tomasz Zdebel, Tomasz Klos
Zlatko Čajkovski, Srđan Cebinac, Milutin Šoškić, Slobodan Topalović, Miodrag Petrović, Edhem Šljivo, Darko Pivaljević, Ivan Vukomanović
Roger van Gool, Michael Lejan
Frans de Munck, Michel van de Korput, Anthony Lurling
Tony Woodcock
Vincent Mennie
Ricardo-Horacio Neumann, Christian Dollberg
Pablo Thiam
Georgi Donkov, Antonio Ananiev
Roger Magnusson, Benny Wendt, Christer Fursth
Rewas Arweladse, Artschil Arweladse
Alexander Ryschkow
Goran Vučević, Boris Živković
Sunday Oliseh, Pascal Ojigwe
Ivica Grlić, Vladen Grujić
Chodadad Azizi
Anders Giske, Roger Nilsen
Imre Szabics, Attila Tököli
Rolf-Christel Guié-Mien
Andrew Sinkala, Moses Sichone
Youssef Mokhtari
Rigobert Song, Francis Kioyo
Joshua Kennedy
Andrej Voronin
Vasileios Tsiartas, Kostas Konstantinidis, Dimitrios Grammozis
Jose-Rodriguez Zeze, Luciano Emilio, Bilica, Evanilson
Lilian Laslandes
Alassane Ouédraogo
Miroslav Baranek
Spasoje Bulajič
Giovanni Federico
Anthony Baffoe

Sportliche Erfolge
UEFA-Pokal-Finalist: (1) 1986.
Deutscher Meister: (3) 1962, 1964, 1978.
Deutscher Vizemeister: (7) 1960, 1963, 1965, 1973, 1982, 1989, 1990.
DFB-Pokal-Sieger: (4) 1968, 1977, 1978, 1983.*
DFB-Pokal-Finalist: (6) 1954, 1970, 1971, 1973, 1980, 1991.*
Westdeutscher Meister: (5) 1954, 1960, 1961, 1962, 1963.
Deutscher Hallenmeister: (1) 1993.
Deutscher Amateurmeister: (1) 1981.
Meister 2. Liga: (2) 2000, 2005
(* Unter den Jahreszahlen verlinkt sind die Artikel über die Pokalwettbewerbe des jeweiligen Jahres)


Sponsoren
Gerling/Talanx (Hauptsponsor), Coca-Cola, Ford, Gaffel Kölsch, Galeria Kaufhof, Germanwings, RheinEnergie, Kreissparkasse Köln, NetCologne, T-Mobile, Betandwin, taxofit, Busch Jaeger Elektro, Jack Wolfskin, Subway, Handelshof


Hauptsponsoren (Trikot) seit 1979
Pioneer (Elektrogeräte)
Doppeldusch (Hautpflege)
Daimon (Batterien)
Samsung (Elektronik)
Citibank (Kreditinstitut)
Pepsi (Erfrischungsgetränke)
Ford (Automobile)
VPV (Versicherungen)
Funny frisch (Salzgebäck)
Gerling (Versicherungen)

Finanzen
Der 1. FC Köln gibt seit dem 1. August 2005 eine Anleihe mit der Wertpapierkennnummer DE000A0E86V7 aus. Das Volumen dieser Anleihe beläuft sich auf 5 Millionen Euro. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 6 Jahren und läuft am 1. August 2011 aus. Die Anleihe wirft jährlich zum 1. August garantierte 5 % Zinsen für den Anleger ab. Die Anleihe wird in Paketen von 100 € verkauft. Die Zeichnungsfrist lief vom 27. Juli 2005 bis zum 30. September 2005. Ein Börsenhandel der Anleihe ist nicht geplant. Zur Anleihe erhält jeder Anleger eine individuell angefertigte Urkunde.

Das Geld aus der Anleihe soll in folgende Bereiche fließen:

4.000.000 € gehen in den Lizenzspielerbereich 2005/2006;
500.000 € fließen in das Franz-Kremer Stadion am Geißbockheim inklusive Trainingseinrichtungen;
300.000 € werden in den Nachwuchs investiert;
200.000 € werden in neue Geschäftsfelder des 1. FC Köln sowie in die Deckung der Kosten, die mit der Emission der Anleihe in Zusammenhang stehen, investiert

31.5.06 14:57, kommentieren

Der F.C. Hansa Rostock e.V. ist ein deutscher Fußballverein (Herrenmannschaft 1991/1992 und von 1995 bis 2005 in der Bundesliga). Der FCH wurde am 28. Dezember 1965 gegründet und hat seinen Sitz in der Hansestadt Rostock in Mecklenburg-Vorpommern.

Inhaltsverzeichnis [Anzeigen]
1 Geschichte und Erfolge
1.1 Die 1950er und 1960er Jahre
1.2 Die 1970er und 1980er Jahre
1.3 Entwicklung seit 1990
1.4 Der bisher einzige Titelgewinn nach 1991
1.5 Saison 2004/05
1.6 Saison 2005/06
2 Kader 2006/2007
2.1 Wechsel zur Saison 2006/07
3 Daten und Zahlen
3.1 Trainer
3.2 Bedeutende ehemalige und aktuelle Spieler
3.3 Rekordspieler
3.4 Meiste Einsätze und Tore
3.5 Rekordergebnisse
4 Literatur
5 Weblinks



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Geschichte und Erfolge
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Die 1950er und 1960er Jahre
Die neuere Fußballgeschichte Rostocks beginnt im Erzgebirge. Während der Hinrunde der Saison 1954/55 wurde von der staatlichen Führung beschlossen, die Mannschaft des DDR-Oberliga-Tabellenführers SC Empor Lauter in die Ostseestadt zu delegieren, um den Fußball dort höherklassig zu gestalten und die Dominanz der südlichen Bezirke zu brechen. Ein ähnliches Schicksal traf in der Anfangszeit des DDR-Fußballs jedoch auch andere Vereine. Als SC Empor Rostock bestritt die Mannschaft am 14. November 1954 gegen Chemie Karl-Marx-Stadt ihr erstes Punktspiel. Der Wechsel an die Ostsee und, da nicht alle Lauterer Spieler daran teilnahmen, die Zusammenstellung der neuen Mannschaft verliefen offensichtlich nicht ohne Probleme, da das Team sich recht schnell nach unten orientieren musste. Am Ende wurde der SC Empor Rostock Neunter in der DDR-Oberliga.


OstseestadionEin Jahr später folgte dann gar der Abstieg in die zweitklassige Liga, aus der aber der sofortige Wiederaufstieg gelang. Die kommenden Jahre zählen zu den erfolgreichsten der Vereinsgeschichte, da die Mannschaft in der Oberliga nun recht erfolgreich mitspielte und zwischen 1962 und 1964 dreimal in Folge Vizemeister wurde. Zum Meistertitel sollte es auch 1968 noch nicht ganz reichen – man wurde abermals Zweiter. Da die Rostocker zu diesem Zeitpunkt ebenfalls viermal das Finale des FDGB-Pokals erreicht, jedoch alle vier Endspiele verloren hatten, haftete dem Verein fortan der Ruf des „ewigen Zweiten“ an.

1968/69 nahm Hansa Rostock zum ersten Mal am Internationalen Messe-Cup teil, dem Vorläufer des heutigen UEFA-Pokals. In der ersten Runde setzten sich die Hanseaten gegen OGC Nizza durch, in der zweiten Runde scheiterte man – jedoch nur aufgrund der Auswärtstorregel – am AC Florenz. 1969/70 folgten vier weitere Spiele im gleichen Wettbewerb, zunächst gegen Panionios Athen und in der zweiten Runde gegen Inter Mailand. 30.000 Zuschauer im Hinspiel im Ostseestadion sahen zunächst eine Führung durch Boninsegna, in der zweiten Halbzeit erzielte Hergesell den Ausgleich. Sackritz sorgte in den Schlussminuten für den 2:1-Siegtreffer. Im Rückspiel behielten die Mailänder mit 3:0 klar die Oberhand, und Hansa verabschiedete sich aus dem Wettbewerb.

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Die 1970er und 1980er Jahre
In den 1970er Jahren zeichnete sich langsam der Niedergang der „Hansa-Kogge“ ab. Nach mehreren Abschlussplatzierungen in der unteren Tabellenhälfte folgte 1975 der zweite Abstieg in die DDR-Liga. Der Unterschied zwischen der zweiten Spielklasse, in der hauptsächlich die Betriebssportgemeinschaften (BSG) verschiedener Betriebe spielten, und der Oberliga, deren Teilnehmerfeld sich zum größten Teil aus den unter profiähnlichen Bedingungen arbeitenden reinen Fußballklubs (wie z. B. dem FC Carl Zeiss Jena, dem Berliner FC Dynamo oder dem 1. FC Magdeburg) zusammensetzte, war aber derart groß, dass Hansa zwischen den beiden Ligen pendelte. Aus der damaligen Zeit stammen übrigens die höchsten Punktspielsiege der Rostocker: In der Liga wurden sowohl die BSG Kernkraftwerk Greifswald als auch die BSG Motor Wolgast jeweils mit 10:0 besiegt.

Anfang der 1980er Jahre blieb Hansa dann für einige Jahre in der Oberliga, ehe 1986 der abermalige Abstieg in die Liga folgte. Im Jahr darauf gelang neben dem sofortigen Wiederaufstieg auch der Einzug in das FDGB-Pokalfinale (1:4 gegen Lokomotive Leipzig). Bis zur politischen Wende belegte die Mannschaft dann wieder einstellige Tabellenplätze und qualifizierte sich 1989 zum ersten Mal seit den 1960er Jahren wieder für den UEFA-Pokal (Ausgeschieden 1. Runde gegen Baník Ostrau).

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Entwicklung seit 1990
1991, in der letzten Saison der DDR-Oberliga (die, da es die DDR nicht mehr gab, in NOFV-Oberliga umbenannt wurde), überraschte der FC Hansa schließlich alle Experten: Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte wurde der Verein Meister und gewann zudem den NOFV-Pokal (den Nachfolgewettbewerb des FDGB-Pokals). Durch den Gewinn der Meisterschaft qualifizierte Hansa sich für die Bundesliga und den Europapokal der Landesmeister.

Im Europapokal der Landesmeister trafen die Rostocker in der ersten Runde auf den FC Barcelona, der später das Turnier gewann. Nach einer 3:0-Niederlage im Camp Nou gewann man jedoch das Rückspiel noch mit 1:0 und verabschiedete sich würdig aus dem Europapokal.

Die Bundesligasaison 1991/92 begann für Hansa phänomenal: Durch ein 4:0 gegen den 1. FC Nürnberg führten die Rostocker nach dem ersten Spieltag die Bundesligatabelle an. Ein 2:1-Auswärtssieg beim FC Bayern München und ein 5:1 gegen Borussia Dortmund sorgten überall für Erstaunen. Bald jedoch schien der Überraschungseffekt verpufft, Hansa verlor an Boden und fand sich zum Saisonende im Abstiegskampf wieder. Am letzten Spieltag besiegte man zwar noch Eintracht Frankfurt mit 2:1 und verdarb den Hessen somit die sicher geglaubte Meisterschaft, am Abstieg in die 2. Bundesliga änderte dieses Ergebnis jedoch nichts.

Drei Jahren Zweitklassigkeit folgte 1995 unter Trainer Frank Pagelsdorf der Wiederaufstieg in die Bundesliga. Hier sorgte Hansa erneut für Aufsehen, eine starke Saison wurde mit dem sechsten Platz belohnt. Unter anderem siegte der FCH mit 1:0 beim FC Bayern und sorgte so für den Rauswurf von Bayern-Trainer Otto Rehhagel. Hätte man am letzten Spieltag nicht 0:1 gegen den 1. FC Köln verloren, wäre sogar noch die Qualifikation für den UEFA-Pokal geglückt.

Die Spielzeiten 1995/96 und 1997/98, in der man erneut Sechster wurde, waren bislang die erfolgreichsten Bundesliga-Spielzeiten des FC Hansa. In den anderen Jahren mussten Verein und Anhänger stets bis kurz vor Schluss um den Klassenerhalt bangen, ganz besonders am 29. Mai 1999, dem letzten Spieltag der Saison 1998/99. Im vielleicht dramatischsten Abstiegskrimi der Bundesligageschichte musste Hansa beim VfL Bochum antreten und führte zur Pause mit 1:0 durch ein Tor von Oliver Neuville, der trotz Kopfverletzung spielte – Rostock schien gerettet. In der zweiten Halbzeit schlug Bochum jedoch zurück und erzielte das 1:1 und das 2:1, wodurch Hansa eine Viertelstunde vor Schluss als sicherer Absteiger festzustehen schien. Der Ausgleich von Victor Agali gab wieder Anlass zur Hoffnung, ehe Slawomir Majak in der 83. Minute mit dem Kopf das kaum mehr für möglich gehaltene 3:2 für Rostock erzielte. Bei diesem Ergebnis blieb es, und Hansa hatte noch einmal den Kopf aus der Schlinge gezogen.

In den folgenden Jahren verlief der Abstiegskampf zwar weitaus weniger dramatisch, der Klassenerhalt wurde trotzdem immer erst wenige Spieltage vor Schluss sichergestellt.

Neben kleineren sportlichen Erfolgen (u. a. drei Siegen gegen den FC Bayern in Folge oder dem Erreichen des DFB-Pokal-Halbfinales 2000) trug auch die Modernisierung des Ostseestadions dazu bei, dass eine treue Anhängerschaft die Spiele des Vereins verfolgt. Bis 2005 konnte Hansa sogar als feste Größe in der Bundesliga bezeichnet werden: Seit 1995 spielte man ununterbrochen in der höchsten Spielklasse Deutschlands und war lange Zeit der einzige Bundesligist aus den neuen Ländern (bis zum Aufstieg des FC Energie Cottbus 2000, der 2003 die Bundesliga wieder verlassen musste).

Außerdem nahm der FC Hansa Rostock 1998/99 am UI-Cup teil, scheiterte dort jedoch schon am ersten Gegner, VSC Debrecen aus Ungarn. 2004/05 spielten die Rostocker im DFB-Ligapokal, schieden jedoch in der ersten Runde gegen Bayer Leverkusen aus.

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Der bisher einzige Titelgewinn nach 1991
In der Bundesliga spielte Rostock meist nur eine untergeordnete Rolle, beim DFB-Hallenpokal 1998 hingegen spielte die Mannschaft groß auf. Im Qualifikationsturnier in Berlin bezwang man zunächst Tennis Borussia Berlin und den 1. FC Nürnberg und qualifizierte sich trotz einer Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Bayern München für das Halbfinale, wo man Hertha BSC Berlin mit 4:2 schlug. Im Endspiel wurde Carl Zeiss Jena nach einem 2:2 schließlich im Neunmeterschießen bezwungen (4:3).

In der Endrunde in München sicherte man sich nach einem 2:2 gegen den FC Gütersloh und einem 6:2 gegen Bayern München die Halbfinalteilnahme. Dort wurde Fortuna Düsseldorf mit 2:1 bezwungen. Im Endspiel um den Hallenpokal gegen den FC Schalke 04 führte Rostock zur Halbzeit mit 3:1, zwischenzeitlich mit 4:1, und gewann schließlich mit 4:3.

Sicherlich besaß der Gewinn des DFB-Hallenturniers nie einen großen Stellenwert, im Falle des FC Hansa stärkte er aber das Selbstbewusstsein von Mannschaft und Fans und sorgte bundesweit für etwas Aufsehen („Rostock in der Halle meisterlich!“ – Schlagzeile in der „Bild“). Außerdem gab es eine sechsstellige DM-Summe für den Sieg.

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Saison 2004/05
Die Bundesliga-Saison 2004/05 verlief für Hansa Rostock ausgesprochen erfolglos. Von 34 Spielen gingen mehr als die Hälfte (18) verloren, 31 erzielten Toren standen 65 kassierte gegenüber. Hansa hatte somit sowohl den zweitschwächsten Angriff als auch die zweitschwächste Verteidigung – unterboten in beiden Fällen nur vom Tabellenletzten, dem SC Freiburg. Als Tabellensiebzehnter musste Hansa nach zehnjähriger Erstligazugehörigkeit in die 2. Bundesliga absteigen.

Zwei der Hauptgründe für den Abstieg waren die mangelhaften Leistungen in der Hinrunde (11 Punkte aus 17 Spielen) und die große Heimschwäche: Die ersten acht Heimspiele gingen allesamt verloren. Negativer Höhepunkt war dabei die 0:6-Niederlage gegen den Hamburger SV im November 2004, bei der die Mannschaft jede Klasse vermissen ließ (das Fachblatt „Kicker“ vergab für alle Spieler außer Torwart Schober die Noten 5,5 oder 6) und die den Rücktritt des Trainers Juri Schlünz zur Folge hatte.

Unter Schlünz’ Nachfolger Jörg Berger lief es etwas besser (1,4 Punkte pro Spiel gegenüber 0,6 unter Schlünz), jedoch erwies sich die mangelnde Punkteausbeute zu Beginn der Saison als zu große Hypothek. Bis zum vorvorletzten Spieltag bestand noch Hoffnung, die Klasse halten zu können, das 0:3 bei Bayer Leverkusen und das 0:0 von Abstiegskonkurrent Borussia Mönchengladbach beim HSV am gleichen Spieltag machten die Hoffnungen jedoch zunichte. Nach einem 1:1 gegen Arminia Bielefeld im letzten Heimspiel am 33. Spieltag war Hansa endgültig abgestiegen.

Im DFB-Pokal hatte Hansa Glück bei der Auslosung, traf in den ersten Runden auf Zweit- und Drittligisten und erreichte das Viertelfinale. Dort schied die Mannschaft gegen den Bundesligisten Arminia Bielefeld aus.

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Saison 2005/06
In der neuen Saison strebte der FC Hansa den sofortigen Wiederaufstieg an, wobei die Vereinsführung zunächst weiter auf die Arbeit von Trainer Jörg Berger vertraute. Nach zwei Niederlagen in den ersten beiden Spielen wurde Berger jedoch am 14. August (als erster Trainer der laufenden Saison) entlassen. Sein Nachfolger ist Frank Pagelsdorf, der bereits von 1994 bis 1997 Trainer beim FC Hansa war und den Verein 1995 in die Erste Bundesliga führte. Frank Pagelsdorf sorgte für einen deutlichen Aufwärtstrend, der sich z. B. in einem Sieg gegen den VfB Stuttgart im DFB-Pokal mit 3:2 äußerte. Dennoch war bereits am 31. Spieltag nach einem 1:2 gegen LR Ahlen der Aufstieg rechnerisch nicht mehr möglich.

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Kader 2006/2007
Stand: 27. Mai 2006

Torhüter
1 Mathias Schober
Jörg Hahnel
Patric Klandt (Hansa II)
Abwehr
31 Kai Bülow
33 Michael Hartmann
20 Patrick Jahn (Hansa II)
Dexter Langen
5 Kim Madsen
3 Martin Pohl
13 Tim Sebastian
28 Gledson
Mittelfeld
22 Stefan Beinlich
8 Đorđije Ćetković
Felix Dojahn (Hansa II)
4 Enrico Gaede
10 Kevin Hansen
32 Dirk Jonelat (Hansa II)
34 Anton Müller
17 Tobias Rathgeb
7 René Rydlewicz
12 Marc Stein
Maik Wagefeld
Angriff
Sebastian Hähnge
9 Enrico Kern
36 Clemens Lange (Hansa II)
24 Marcel Schied
(+ ) 18 Amir Shapourzadeh
Zafer Yelen (Hansa II)

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Wechsel zur Saison 2006/07
Abgänge
Magnus Arvidsson (Halmstads BK)
Mišo Brečko (FC Erzgebirge Aue)
Carsten Busch
Axel Keller (FC Erzgebirge Aue)
Denis Lapaczinski
Zsolt Lőw
Ronald Maul
Flávio Pereira Faroni
Rade Prica (Aalborg BK)
+ Antonio di Salvo
Zugänge
Stefan Beinlich (Hamburger SV)
Jörg Hahnel (FC Erzgebirge Aue)
Sebastian Hähnge (FC Carl Zeiss Jena)
Patric Klandt (SV Wehen)
Dexter Langen (1. FC Dynamo Dresden)
Maik Wagefeld (1. FC Nürnberg)

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Daten und Zahlen
Stand: Mai 2005

Ligazugehörigkeit
1954–90: Oberliga der DDR, außer:
1957, 1975/76, 1977/78, 1979/80 und 1986/87: Liga der DDR
1990/91 NOFV–Oberliga
1991/92 1. Bundesliga
1992–1995 2. Bundesliga
1995–2005 1. Bundesliga
2005-2007 2. Bundesliga
Titel
NOFV–Meister 1991
NOFV–Pokalsieger 1991
DFB–Hallenpokalsieger 1998
Weitere Erfolge
Oberliga: 2. Platz 1962, 1963, 1964, 1968
Bundesliga: 6. Platz 1996, 1998
FDGB–Pokal: 2. Platz 1955, 1957, 1960, 1967, 1987
DFB–Pokal: Halbfinale 2000

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Trainer
Oswald Pfau (November/Dezember 1955)
Willi Möhring (Januar bis Mai 1956)
Erich Dietel (Mai bis Oktober 1956)
Lothar Wiesner/Kurt Zapf (Oktober bis Dezember 1956)
Heinz Krügel (Januar 1957 bis Dezember 1958)
Walter Fritzsch (Januar 1959 bis April 1965)
Kurt Zapf (April bis Juni 1965)
Gerhard Gläser (Juli 1965 bis Mai 1969)
Lothar Wiesner (Mai/Juni 1969)
Dr. Horst Saß (Juli 1969 bis Juni 1973)
Heinz Werner (Juli 1973 bis März 1975)
Helmut Hergesell (März 1975 bis Dezember 1979)
Jürgen Heinsch (Dezember 1979)
Rudi Schneider (Januar bis Juni 1980)
Harry Nippert (Juli 1980 bis Dezember 1982)
Jürgen Heinsch (Januar 1982 bis Juni 1985)
Claus Kreul (Juli 1985 bis Juni 1986)
Werner Voigt (Juli 1986 bis Juni 1990)
Uwe Reinders (Juli 1990 bis März 1992)
Erich Rutemöller (März 1992 bis Dezember 1992)
Horst Hrubesch (Januar 1993 bis Juni 1993)
Jürgen Heinsch (Juli 1993 bis Juni 1994)
Frank Pagelsdorf (Juli 1994 bis Juni 1997)
Ewald Lienen (Juli 1997 bis März 1999)
Andreas Zachhuber (März 1999 bis September 2000)
Friedhelm Funkel (September 2000 bis Dezember 2001)
Armin Veh (Januar 2002 bis Oktober 2003)
Juri Schlünz (Oktober 2003 bis November 2004)
Jörg Berger (November 2004 bis August 2005)
Frank Pagelsdorf (seit August 2005)

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Bedeutende ehemalige und aktuelle Spieler
Dies ist eine Aufzählung von Spielern, die beim FC Hansa große Leistungen vollbracht haben und teilweise Nationalspieler ihrer jeweiligen Heimatländer sind/waren. Sie spielen jetzt bei anderen Vereinen oder haben mittlerweile ihre Karriere beendet. In Klammern steht ihre Vereinszugehörigkeit als Spieler:

Victor Agali (1998–2001)
Jonathan Akpoborie (1995–1997)
Gernot Alms (1973–1994)
Sergej Barbarez (1996–1998)
Steffen Baumgart (1994–1998, 1999–2002)
Stefan Beinlich (1994–1997)
Arthur Bialas (1954–1962)
Perry Bräutigam (1995–2002)
Olaf Bodden (1991–1995)
Thomas Doll (1979–1986)
Jens Dowe (1991–1994, 1997–1999)
Martin Groth (1995–1998)
Jürgen Heinsch (1959–1971)
Helmut Hergesell (1964-73)
Daniel Hoffmann (1978–1996)
Rainer Jarohs (1975–1990)
Andreas Jakobsson (2000–2003)
Gerd Kische (1970–1980)
Gerd Kostmann (1964–1971)
Timo Lange (1992–2004)
Jari Litmanen (2005)
Heiko März (1977–1998)
Slawomir Majak (1997–2001)
Martin Max (2003–2004)
Oliver Neuville (1997–1999)
Herbert Pankau (1960–1971)
Martin Pieckenhagen (1996–2001)
Marko Rehmer (1996–1999)
Dieter Schneider (1969-1986)
René Schneider (1994–1996, 1999–2001)
Juri Schlünz (1980–1994)
Axel Schulz (1979-1992)
Klaus–Dieter Seehaus (1959–1974)
Michael Spies (1991–1992)
Joachim Streich (1969–1975)
Jens Wahl (1978–1993)
Florian Weichert (1975–1988, 1989–1992)
Hilmar Weilandt (1986–2002)
Peter Wibrån (1998–2003)
Marco Zallmann (1992–2001)
Kurt Zapf (1954–1967)

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Rekordspieler
Bundesliga-Einsätze
Timo Lange (165)
Marcus Lantz (164)
Hilmar Weilandt (160)
Steffen Baumgart (155)
Magnus Arvidsson (152)
René Rydlewicz (143)
Peter Wibran (137)
Radwan Yasser (133)
Mathias Schober (123)
Marco Zallmann (112)
Bundesliga-Tore
Magnus Arvidsson (27)
René Rydlewicz (24)
Steffen Baumgart (22)
Oliver Neuville (22)
Martin Max (20)
Jonathan Akpoborie (20)
Stefan Beinlich (19)
Victor Agali (17)
Rade Prica (16)

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Meiste Einsätze und Tore
(1.Oberliga, 2.DDR Liga, 1.Bundesliga und 2.Bundesliga)

Juri Schlünz 354 Einsätze
Dieter Schneider 349 Einsätze
Hilmar Weilandt 345 Einsätze
Heiko März 338 Einsätze
Axel Schulz 321 Einsätze
Werner Drews 268 Einsätze
Jürgen Uteß 265 Einsätze
Klaus-Dieter Seehaus 261 Einsätze
Michael Mischinger 258 Einsätze
Herbert Pankau 257 Einsätze
Rainer Jarohs 166 Tore
Arthur Bialas 77 Tore
Juri Schlünz 77 Tore
Heino Kleiminger 62 Tore
Joachim Streich 61 Tore
Werner Drews 58 Tore
Axel Schulz 51 Tore
Volker Röhrich 49 Tore
Wolfgang Barthels 45 Tore
Stefan Beinlich 34 Tore

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Rekordergebnisse
Höchste Siege
zu Hause auswärts
Bundesliga 5:1 gegen Borussia Dortmund (14. August 1991)
viermal 4:0 – gegen den 1. FC Nürnberg (3. August 1991), Hertha BSC Berlin (20. September 1997), den SC Freiburg (9. Februar 2002) und den 1. FC Kaiserslautern (8. November 2003) 4:0 gegen Energie Cottbus (24. August 2002)
2. Bundesliga 6:0 gegen den VfL Wolfsburg (1. April 1995) 4:0 gegen die SG Wattenscheid 09 (27. Mai 1995)
DDR-Oberliga dreimal 6:0 – gegen Chemie Karl-Marx-Stadt (28. August 1955), Einheit Dresden (3. Juni 1962) und Vorwärts Frankfurt/Oder (22. April 1988) 7:0 gegen Fortschritt Weißenfels (26. Juni 1960)
DDR-Liga zweimal 10:0 – gegen Motor Wolgast (3. Dezember 1977) und BSG KKW Greifswald (25. August 1979) 6:0 gegen Demminer Verkehrsbetriebe (8. Oktober 1977)
Höchste Niederlagen
zu Hause auswärts
Bundesliga 0:6 gegen den Hamburger SV (14. November 2004) 1:6 gegen Bayern München (9. September 1998)
zweimal 0:5 – gegen den FC Schalke 04 (12. Oktober 1991) und den SC Freiburg (17. September 1999)
2. Bundesliga 1:3 gegen Dynamo Dresden (14. Mai 2006) und zweimal 0:2 - gegen Rot-Weiss Essen (30. Oktober 1993) und den VfL Bochum (13. Februar 2006) 0:5 gegen Hannover 96 (4. April 1994)
DDR-Oberliga 0:4 gegen FC Vorwärts Berlin (15. Oktober 1960) viermal 0:6 – jeweils gegen den Berliner FC Dynamo (26. Februar 1977, 25. August 1982, 20. August 1983 und 5. August 1987)
DDR-Liga 0:3 gegen Stahl Riesa (1. Juli 1978) (Aufstiegsrunde) 0:3 gegen Stahl Riesa (28. Mai 1978) (Aufstiegsrunde)
Torreichste Spiele
zweimal 10:0 – gegen Motor Wolgast und BSG KKW Greifswald (siehe oben) 5:5 gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig (3. März 1979)

31.5.06 14:55, kommentieren

Der 1. Fußball- und Sportverein Mainz 05 e.V. (kurz 1. FSV Mainz 05, FSV Mainz 05 oder Mainz 05, niemals FSV Mainz) ist ein Sportverein aus Mainz. Der Verein wurde am 16. oder 27. März 1905 (die Quellen widersprechen sich) gegründet. Neben der Fußballabteilung besitzt der 1. FSV Mainz 05 noch eine Handball- und Tischtennisabteilung.

Inhaltsverzeichnis [Anzeigen]
1 Geschichte (Chronik)
1.1 Stammbaum
1.1.1 1905–1919: Frühe Jahre
1.1.2 1919–1933: Bezirksliga Hessen
1.1.3 1933–1945: Mainz 05 während des Dritten Reichs
1.1.4 1945–1963: Oberliga Südwest
1.1.5 1963–1976: Regionalliga Südwest, 2. Bundesliga Süd
1.1.6 1976–1988: Amateurfußball
1.1.7 1988–2004: Zweite Bundesliga
1.1.8 2004 bis heute: Bundesliga
1.2 Ligazugehörigkeit
1.3 Erfolge
2 Spieler und Trainer
2.1 Aktueller Bundesligakader
2.2 Transfers zur Saison 2006/07
2.3 Aktueller Trainerstab
3 Zweite Mannschaft
3.1 Erfolge
4 Junioren
5 Stadion
6 Handballabteilung
7 Tischtennisabteilung
8 Literatur
9 Weblinks



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Geschichte (Chronik)
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Stammbaum
16. März 1905 – Gründung des Vereins 1. Mainzer Fußballclub „Hassia“ 1905
16. August 1912 – Fusion mit dem FC Hermania 07 Mainz, der ehemaligen Fußballabteilung des Mainzer TV 1817, zum 1. Mainzer Fußballclub Hassia-Hermania 05
Oktober 1912 – Namensänderung in 1. Mainzer Fußballverein 05
1919 – Fusion mit Sportverein 1908 Mainz, zum 1. Mainzer Fußball- und Sportverein 05
1938 - Zwangsfusion mit dem Reichsbahn SV Mainz zum Reichsbahn SV Mainz 05
1945 - Zwangsauflösung, Neugründung als 1. FSV Mainz 05
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1905–1919: Frühe Jahre
Der früheste Vorgängerklub des heutigen 1. FSV Mainz 05 entstand im März 1905 im Mainzer Café Neuf. Das genaue Gründungsdatum ist umstritten; während Nachkriegsquellen den 16. März nennen, ist in den Festschriften zum 20. und 25. Vereinsjubiläum vom 27. März die Rede. Im Sommer 1905 - der exakte Termin ist nicht überliefert - trat der noch namenlose Verein zu seinem ersten Spiel an. Gegen den im gleichen Jahr gegründeten FC Germania Gustavsburg gab es ein 5:3 (100 Jahre später war ein erneutes Aufeinandertreffen der beiden Vereine Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten, die 05er, mittlerweile Bundesligist, gewannen 14:0). Wenig später bekam das "wilde Gebilde", wie die Gründer ihren Verein anfangs nannten, einen Namen: 1. Mainzer Fußballclub "Hassia" 05.

Zum Ersten Vorsitzenden wurde im Oktober 1905 der 15-jährige Eugen Salomon gewählt, der im folgenden Jahr den Eintritt in den Süddeutschen Fußballverband erwirkte. Am 7. Oktober 1906 bestritten die 05er ihr erstes Pflichtspiel.

Ein weiterer Meilenstein war das Gastspiel des FC Pfalz 03 Ludwigshafen im Winter 1909. Zum ersten Mal trat eine Spitzenmannschaft in Mainz an. Trotz früher Führung verloren die Mainzer 2:5. Der Mainzer Anzeiger druckte anlässlich dieser Partie sowohl das Fußball-Regelwerk als auch eine Beschreibung der verschiedenen Mannschaftspositionen ab.

1910 bekamen die 05er ihren ersten eigenen Platz mit Tribüne und Umkleidekabinen, der mit einer 1:5-Niederlage gegen die Stuttgarter Kickers eingeweiht wurde.

Seit 1907 hatten die 05er einen lokalen Konkurrenten, den Mainzer Fußballclub "Hermania" 1907, zuvor die Fußballabteilung des heute noch existierenden Mainzer TV 1817. Bei einer gemeinsamen Generalversammlung, ebenfalls im Café Neuf, fusionierten "Hassia" und "Hermania" am 16. August 1912 zum 1. FC Hassia-Hermania 05, der kurz später zum 1. Fußballverein Mainz 05 umbenannt wurde.

Im Ersten Weltkrieg bildete der FV eine Kriegsspielgemeinschaft mit dem Sportverein 08 Mainz, die nach Kriegsende nicht mehr gelöst wurde - der 1. Mainzer Fußball- und Sportverein 05 entstand.

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1919–1933: Bezirksliga Hessen
Die erste große Ära der 05er begann nach dem Ersten Weltkrieg mit der Gründung eines einheitlichen Ligasystems. Verstärkt mit den Gebrüdern Freitag aus Berlin und dem Rückkehrer Hugo Ries waren die Mainzer in dieser Phase regional eine große Nummer - überregional allerdings chancenlos. 1920, 1931 und 1932 gewannen die Mainzer die Hessenmeisterschaft, 1926 (aufgrund einer vorübergehenden Staffel-Neuordnung) den Titel im Bezirk Rheinhessen-Saar, was jeweils zur Teilnahme an der Süddeutschen Meisterrunde berechtigte.

"Größter Tag der Mainzer Sportgeschichte" nannte der Mainzer Anzeiger den 22. November 1925, an dem die eben erst von einem zweijährigen Absturz in die Zweitklassigkeit zurückgekehrten 05er beim späteren Rheinhessen-Saar-Meister FV 03 Saarbrücken, den sie bereits im Hinspiel geschlagen hatten, 1:0 siegten. Am Ende jener Saison verpasste der Aufsteiger die Meisterschaft um nur einen Punkt. Legendär wurde das Spiel gegen den großen 1. FC Nürnberg am 20. März 1927, bei dem die Mainzer dem späteren Deutschen Meister, der mit zehn Nationalspielern antrat, in der Süddeutschen Meisterrunde ein 3:3 abtrotzten, zur Halbzeit sogar 3:1 führten.

In diese Phase fällt auch der Bau des Fort Bingen (rund 500 Meter südlich des Stadions am Bruchweg auf dem heutigen Universitätsgelände), das 1920 als erste vereinseigene Kampfbahn eröffnet wurde, aber nur 17 Jahre später enteignet und abgerissen wurde.

Elf der Ära

Nominierungskriterien:

Tor, Abwehr, Mittelfeld: die meisten Einsätze
Angriff: die meisten Tore
Lautner - Draisbach, Otto Freitag - Weilbächer, Willi Freitag, Kast - Heinrich Decker, Schneider, Paul Lipponer, Karl Scherm, Georg Kaiser. Trainer: Paul Oßwald

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1933–1945: Mainz 05 während des Dritten Reichs
Aufgrund der Erfolge in den frühen 1930ern waren die Mainzer für die erste Saison in der 1933 gegründeten Gauliga Südwest qualifiziert. Wie bereits in den Meisterrunden der Vorjahre war die Mannschaft auch in dieser sportlich anspruchsvollen Liga überfordert und stieg bereits im ersten Jahr als Tabellenvorletzter ab. 1935 verpassten die lange auf dem ersten Tabellenplatz stehenden 05er den Wiederaufstieg erst in den letzten beiden Spielen, in denen der Torjäger Heinrich Decker verletzt fehlte. Der Ex-Waldhöfer hatte zuvor in 20 Spielen 28 Mal getroffen.

1935/36 verloren die Mainzer durch zu viele Unentschieden und den langen Ausfall Deckers den Anschluss an die Spitzengruppe. Nach der besonders auswärts katastrophal verlaufenen Saison 36/37 wurde eine Aufbruchstimmung im Verein massiv herbeigeredet, die aber durch den Verlust des Stadions, das 1937 einer Flak-Kaserne weichen musste, verpuffte.

Im folgenden Jahr wurde der ungeliebte „Judenverein“ (etliche Vereinsmitglieder, darunter der Gründer Eugen Salomon und das Vorstandsmitglied Carl Lahnstein waren jüdisch) wie etliche Vereine im Deutschen Reich mit einem kleinen Nachbarverein zwangsfusioniert - der Reichsbahn SV Mainz 05 entstand. Vorausgegangen war ein gescheiterter Fusionsversuch, nach dem den 05ern die Spielerlaubnis vorübergehend entzogen wurde.

Während des Zweiten Weltkriegs, der ständige Neuorganisierungen des Ligasystems mit sich brachte, wurde das Kunstprodukt 1943 Meister der zweitklassigen Kreisklasse Mainz. Im Herbst 1944 wurde der Spielbetrieb eingestellt, nach Kriegsende der Verein aufgelöst.

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1945–1963: Oberliga Südwest
In der im Winter 1945/46 neu gegründeten Oberliga Südwest spielte der bald wiederbelebte 1. FSV Mainz 05 nie eine Hauptrolle. Der Verein verpasste zwar keine einzige Oberligasaison, stand aber auch nur vier Mal (1953, 1954, 1958 und 1961) in der oberen Tabellenhälfte. Der größte Erfolg war der 5:2-Sieg über den 1. FC Kaiserslautern vor 20.000 Zuschauern am 15. November 1953. Werner Sommer, Walter Sonnenberger und drei Mal Karl-Heinz Wettig trafen gegen den Pfälzer Serienmeister, der mit vier der fünf späteren Weltmeister angetreten war.

Elf der Ära

Otto Schedler - Gerd Higi, Hermann Ronde - Josef Amadori, Werner Sommer, Norbert Liebeck - Horst Buchmann, Karl-Heinz Wettig, Josef Meinhardt, Bernhard Christ, Horst Lebefromm. Trainer: Heinz Baas.

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1963–1976: Regionalliga Südwest, 2. Bundesliga Süd
Als 1963 die Bundesliga eingeführt wurde, war der 1. FSV Mainz 05 nicht qualifiziert. In der neu gegründeten Regionalliga Südwest gehörte der Verein meist zur Spitzengruppe: In elf Jahren erreichte er einmal den dritten und viermal den vierten Platz. 1973 wurde der Verein zum einzigen Mal Meister der Regionalliga Südwest. In der Aufstiegsrunde zur Bundesliga belegte er hinter Fortuna Köln und dem FC St. Pauli den dritten Platz.

Überregionalen Eindruck hinterließ der Verein in der DFB-Pokalsaison 1964/65, als er den designierten Deutschen Meister Werder Bremen (1:0 in Mainz) und den Titelverteidiger TSV 1860 München (2:2 n.V. in Mainz, 2:1 in München) aus dem Wettbewerb warf. Erst im Viertelfinale schieden die Mainzer gegen den 1. FC Nürnberg (0:3) aus. Die 24.000 Zuschauer dieses Spiels bedeuten bis heute den Zuschauerrekord im Mainzer Stadion am Bruchweg, dessen Fassungsvermögen mit eigens für dieses Spiel errichteten Zusatzrängen erhöht wurde und seither nie 20.300 Plätze überstieg.

Durch die Erfolge in der Regionalliga waren die Mainzer 1974 für die neu gegründete zweigleisige Zweite Bundesliga qualifiziert. Zwei Jahre lang hielt der 1. FSV Mainz 05 sehr ordentlich mit und belegte die Plätze 11 und 12 (von 20). Nach dem zweiten Jahr, das die Mainzer mit den meisten Toren und den zweitmeisten Gegentoren der Liga abgeschlossen hatten, verzichteten sie aus finanziellen Gründen auf die Zweitligalizenz und zogen sich in die Amateurliga Südwest zurück. Der sportlich abgestiegene SSV Jahn Regensburg blieb an ihrer Stelle in der Zweiten Bundesliga.

Elf der Ära

Kurt Planitzer - Heinz Wassermann, Herbert Scheller, Helmut Müllges - Jürgen Richter, Carlo Storck, Horst Schuch, Kurt Sauer - Charly Tripp, Gerd Klier, Herbert Renner. Trainer: Bernd Hoss.

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1976–1988: Amateurfußball
In der Drittklassigkeit zählten die Mainzer meist zu den Spitzenmannschaften, erlebten aber auch eine der schwersten Krisen der Vereinsgeschichte, als im August 1982 die Staatsanwaltschaft wegen finanzieller Ungereimtheiten gegen den Verein ermittelte und gleichzeitig der Vereinspräsident Jürgen Jughard bei einem Autounfall bei Koblenz verstarb. Später stellte sich heraus, dass Jughard in großem Stil Gelder der Deutschen Anlagen Leasing, deren Generalbevollmächtigter er war, in den Verein gesteckt hatte. Die 05er wurden so in den bis dato größten bundesdeutschen Wirtschaftsskandal verwickelt. Die genauen Umstände von Jughards Tod - Unfall oder Suizid - konnten nicht vollständig geklärt werden.

Nachdem die völlig neu zusammengestellte Mannschaft die erste Saison nach dem Rückzug nur auf dem sechsten Platz der sportlich schwachen Amateurliga Südwest (mit der heutigen Verbandsliga vergleichbar) beendete, gelang 1978 die erste Südwestmeisterschaft. Die Mainzer eroberten kurz vor der Winterpause die Tabellenführung und gaben sie bis zum Saisonende nicht mehr her. In der kurz nach dem letzten Spieltag beginnenden Aufstiegsrunde gegen die Meister der Amateurligen Saarland (Borussia Neunkirchen) und Rheinland (TuS Neuendorf), die eine längere Regenerationszeit hatten, waren die Mainzer chancenlos.

In der 1978 eingeführten Amateur-Oberliga, die die drei Südwest-Amateurligen vereinte, brauchten die 05er drei Jahre, um erstmals Meister zu werden. Trotzdem stiegen sie erneut nicht auf, weil ausgerechnet in jener Saison die Zweite Bundesliga auf eine Staffel reduziert wurde und der Aufstieg in die Zweitklassigkeit deshalb ausgesetzt war.

1982 scheiterten die Mainzer knapp am FC Homburg. Gleichzeitig mussten sie die Jughard-Krise überstehen. In den beiden folgenden Jahren wurden die Mainzer nur Achter, ihre schlechteste Platzierung in der Oberliga.

Nach der dritten Meisterschaft gelang 1988 die Rückkehr in die Zweitklassigkeit.

In die Amateur-Ära fallen die meisten Titel des 1. FSV Mainz 05, nämlich vier Südwestpokal-Siege, drei Südwest-Meisterschaften und die Amateur-Meisterschaft 1982 (3:0 im Endspiel gegen die Amateure von Werder Bremen).

Elf der Ära

Manfred Petz - Bernd Münch - Hans Keller, Herward Koppenhöfer, Michael Wocker - Michael Schuhmacher, Werner Orf, Gerhard Bopp, André Häuser - Charly Mähn, Norbert Hönnscheidt. Trainer: Horst-Dieter Strich.

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1988–2004: Zweite Bundesliga
Eine einschneidende Bedeutung für die weitere Entwicklung des Vereins hatte die Jahreshauptversammlung am 18. September 1988, bei der eine Oppositionsgruppe gegen den Vorsitzenden Bodo Hertlein putschte. Zum neuen Vereinspräsidenten wurde der damals 37-jährige Anwalt Harald Strutz gewählt, dessen Vater Walter bereits von 1951 bis 1956 dieses Amt innehatte. Das so entstandene Kabinett Strutz ist heute noch fast unverändert im Amt.

Die erste Zweitligasaison nach dem Aufstieg endete schlecht: Als 18. der Tabelle stiegen die Mainzer direkt wieder ab. Aber bereits im folgenden Jahr gelang die triumphale Rückkehr: 33 Spiele lang blieben die Mainzer unter ihrem Trainer Robert Jung ungeschlagen, erst am letzten Spieltag mussten sie ihre einzige Saison-Niederlage gegen den Vizemeister FSV Salmrohr hinnehmen. Die Meisterschaft war zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits entschieden. Mit vier Siegen in den ersten vier Spielen stand der 1. FSV Mainz 05 schnell als Sieger der Aufstiegsrunde fest. Die beiden Niederlagen in den verbleibenden Spielen konnten den Aufstieg nicht mehr gefährden.

Im ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg wurden die Mainzer als Tabellenachter bester Aufsteiger der Saison 1990/91. Eine gewisse Naivität hätte sie dennoch beinahe zurück ins Amateurlager gebracht: Da nicht alle Sponsorenvereinbarungen schriftlich fixiert waren, verweigerte der DFB den 05ern zunächst die Zweitligalizenz für die Saison 91/92, wogegen die Mainzer erfolgreich protestierten. In den folgenden Jahren spielte die Mannschaft in der Zweiten Bundesliga meist gegen den Abstieg.

Besonders der Abstiegskampf 1996 ist hervorzuheben: Die Mainzer starteten mit einem Punkt und 0:14 Toren aus acht Spielen in die Saison. Erst am neunten Spieltag gab es die ersten Tore und den ersten Sieg für die 05er - der Wattenscheider Sven Backhaus traf erst ins eigene Netz und verschuldete später den Foulelfmeter zum 2:0-Endstand. Der kurz zuvor vorgenommene Trainerwechsel (Wolfgang Frank für Horst Franz) brachte den erhofften Erfolg: In der Rückrunde holte kein Verein mehr Punkte als der 1. FSV Mainz 05. Am vorletzten Spieltag standen die Mainzer erstmals auf einem Nichtabstiegsplatz, am Ende waren sie Elfter.

Hervorzuheben war zudem, dass Mainz 05 in dieser Periode als einer der ersten Profiklubs in Deutschland mit Viererkette und Raumdeckung spielte, zwei Neuerungen, die sich im deutschen Profifußball erst deutlich später allgemein durchsetzten.

In der folgenden Saison hatten die Mainzer erstmals seit 1973 die Chance, in die Erstklassigkeit zurückzufinden. Erst am letzten Spieltag der Saison 96/97 mussten sie ihre Aufstiegshoffnungen begraben: Beim direkten Konkurrenten VfL Wolfsburg unterlagen sie in einem dramatischen Endspiel mit 4:5. Mit einem Sieg wären sie aufgestiegen.

Es folgten mehrere Jahre als Abstiegskandidat, bis sich die Geschichte 2001 wiederholte. Wieder war der Verein in akuter Abstiegsgefahr und entließ ausgerechnet am Rosenmontag den Trainer Eckhard Krautzun. Nachfolger wurde der gerade verletzte Spieler Jürgen Klopp, der aus den ersten sieben Spielen 19 Punkte holte und den Verein zum Klassenerhalt führte.

Die Saison 2001/02 gilt als beste Saison der Vereinsgeschichte. Die Mainzer stellten mehrere neue Startrekorde der Zweiten Bundesliga auf, wurden Herbstmeister und hatten noch vor dem letzten Spieltag zwei Punkte Vorsprung auf den vierten Rang. Dennoch scheiterten sie. Mit 64 Punkten sind sie bis heute punktbester Zweitliga-Nichtaufsteiger aller Zeiten.

2002/03 verpasste der 1. FSV Mainz 05 den Aufstieg unter noch dramatischeren Umständen. Zwar hatte die Mannschaft die Liga nicht mehr so dominiert wie im Vorjahr, dennoch stand sie Sekunden vor Saisonende auf einem Aufstiegsplatz. Erst in der Nachspielzeit des letzten Spiels mussten die Mainzer den Nachbarn Eintracht Frankfurt aufgrund des um ein einziges Tor (!) besseren Torverhältnisses vorbeiziehen lassen.

In der Saison 2003/04 standen die Mainzer fast nie in der Spitzengruppe der Liga. Durch das 3:0 gegen Eintracht Trier am letzten Spieltag und die gleichzeitige 0:1-Niederlage von Alemannia Aachen beim Karlsruher SC reichte es dennoch zum Aufstieg. Damit ist der 1. FSV Mainz 05 auch punktschlechtester Zweitliga-Aufsteiger aller Zeiten - 54 Punkte hatten zuvor nie zum Aufstieg gereicht. Und erstmals seit 1963 war der 1. FSV Mainz 05 wieder erstklassig.

Elf der Ära

Dimo Wache - Jürgen Klopp, Michael Müller, Peter Neustädter, Steffen Herzberger - Guido Schäfer, Jürgen Kramny, Fabrizio Hayer, Christian Hock - Michael Thurk, Sven Demandt. Trainer: Wolfgang Frank.

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2004 bis heute: Bundesliga
Nach dem Aufstieg galten die unerfahrenen Mainzer als sicherer Abstiegskandidat. Diese Voraussage trat in der ersten Saison nicht ein. Zwar unterlagen sie gleich im ersten Spiel dem hoch überlegenen VfB Stuttgart mit 2:4, passten sich aber sehr schnell dem Bundesliga-Niveau an. Unter anderem schlugen sie den Deutschen Meister Werder Bremen mit 2:1, den Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen mit 2:0 und wenige Tage nach dem 100. Geburtstag des Vereins den Tabellenführer Schalke 04 mit 2:1. Beim Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg am 11. Spieltag standen die Mainzer sogar kurzzeitig an der Tabellenspitze. Bereits am 32. Spieltag schafften die Mainzer als bester der drei Aufsteiger den Klassenverbleib und standen am Ende auf einem guten 11. Tabellenplatz.

Als Gewinner der deutschen Fair-Play-Wertung wurde Mainz 05 im Sommer 2005 der dem DFB zugeloste Startplatz in der UEFA-Pokal-Qualifikation zugesprochen. Damit nahmen die Mainzer erstmals in der Vereinsgeschichte an einem internationalen Wettbewerb teil. Nach Siegen über die Pokalsieger Armeniens (FK MIKA Aschtarak; 4:0, 0:0) und Islands (ÍB Keflavík; 2:0, 2:0) erreichten die Mainzer die erste Hauptrunde des UEFA-Cups, wo sie auf den späteren Sieger Sevilla FC trafen. Nach einem beachtlichen 0:0 in Sevilla entschieden die Spanier das Rückspiel, das ebenso wie die beiden Heimspiele in den Qualifikationsrunden in der Frankfurter Commerzbank-Arena ausgetragen wurde, mit 2:0. Damit schieden die Mainzer aus dem Wettbewerb aus. In der Liga schafften die 05er in der Saison 2005/06 trotz schwachem Start mit fünf Niederlagen zu Saisonbeginn bereits am vorletzten Spieltag den Klassenverbleib und wurden am Ende erneut Elfter.

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Ligazugehörigkeit
Bis 1919: diverse regionale Ligen
1919-23: Kreisliga Rhein / Hessen / Wiesbaden (jeweils erstklassig)
1923-25: Kreisliga Rhein/Nahe (zweitklassig)
1925-33: Bezirksliga Hessen bzw. Rheinhessen-Saar (erstklassig)
1933/34: Gauliga Südwest (erstklassig)
1934-45: diverse unterklassige Ligen
1945-63: Oberliga Südwest (erstklassig)
1963-74: Regionalliga Südwest (zweitklassig)
1974-76: Zweite Bundesliga Süd (zweitklassig)
1976-78: Amateurliga Südwest (drittklassig)
1978-88: Oberliga Südwest (drittklassig)
1988/89: Zweite Bundesliga (zweitklassig)
1989/90: Oberliga Südwest (drittklassig)
1990-04: Zweite Bundesliga (zweitklassig)
seit 2004: Bundesliga (erstklassig)

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Erfolge
Meisterschaften

Amateurmeister: 1982
Hessenmeister und Teilnehmer an der süddeutschen Meisterschafts-Endrunde: 1920, 1926, 1932, 1933.
Südwestmeister und Teilnehmer an der Aufstiegsrunde zur Bundesliga: 1973
Südwestmeister und Teilnehmer an der Aufstiegsrunde zur Zweiten Bundesliga: 1978, 1988, 1990
Südwestmeister: 1981
Aufstiege

Aufstieg in die Bundesliga: 2004
Aufstieg in die Zweite Bundesliga: 1988, 1990
Aufstieg in die Bezirksliga (damals erstklassig): 1925
Pokal-Wettbewerbe

Erreichen des UEFA-Cups: 2005
Erreichen des DFB-Pokal-Viertelfinales: 1965, 1999, 2005
Südwestpokalsieg: 1962, 1965, 1974, 1979, 1980, 1982 und 1986
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Spieler und Trainer
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Aktueller Bundesligakader
Name Trikot Nationalität
Torwart
Dimo Wache 1
Jonas Sela 23
Christian Wetklo 29
Abwehr
Henning Lichte 3
Nikolce Noveski 4
Christian Demirtas 5
Manuel Friedrich 10
Marco Rose 17
Nassim Banouas 18
Benjamin Weigelt 24
Tamás Bódog 26
Mathias Abel 28
Mittelfeld
Otto Addo 6
Fabian Gerber 8
Dennis Weiland 9
Milorad Peković 13
Stefan Markolf 16
Christof Babatz 19
Antonio da Silva 25
Tom Geißler 31
Damir Vrančić 33
Angriff
Benjamin Auer 7
Petr Ruman 11
Mohamed Zidan 14
Conor Casey 21
Niclas Weiland 22
Michael Thurk 27
Tobias Damm 41
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Transfers zur Saison 2006/07
Name alter / neuer Verein Art des Transfers
Abgänge
Benjamin Auer VfL Bochum Vertrag beendet
Dennis Weiland Eintracht Braunschweig Vertrag beendet
Mohamed Zidan SV Werder Bremen war ausgeliehen
Niclas Weiland unbekannt Vertrag beendet
Antonio da Silva VfB Stuttgart Ablöse: 1,7 Mio.
Tamás Bódog unbekannt Vertrag beendet
Mathias Abel FC Schalke 04 Vertrag beendet
Zugänge
Chadli Amri 1. FC Saarbrücken
Cha Du-ri Eintracht Frankfurt
Bakary Diakité SV Wehen
Markus Feulner 1. FC Köln
Ralph Gunesch FC St. Pauli
Mario Vrančić eigene Junioren
Ranisav Jovanović LR Ahlen war ausgeliehen
Claudius Weber SV Wehen war ausgeliehen
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Aktueller Trainerstab
Name Funktion Nationalität
Jürgen Klopp Chef-Trainer
Željko Buvač Co-Trainer
Stephan Kuhnert Torwart-Trainer
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Zweite Mannschaft
In der Geschichte des 1. FSV Mainz 05 gab es zwei Zweite Mannschaften.

Die erste dieser beiden Abteilungen stieg 1956 aus der rheinhessischen A-Klasse, Gruppe Nord, in die II. Amateurliga (damals die dritthöchste Spielklasse) auf. Ein Jahr darauf gelang der erneute Aufstieg in die I. Amateurliga. Der Höhenflug hielt nicht lange an - zwei Jahre nach dem zweiten Aufstieg spielte das Team wieder in der A-Klasse, ab 1964 sogar in der B-Klasse, der fünfthöchsten Liga. Einige Jahre später wurde die Mannschaft aufgelöst.

Wieder ins Leben gerufen wurde der 1. FSV Mainz 05 (A) vom späteren Manager Christian Heidel. Die Mannschaft startete 1992 in der untersten Liga. Nach vier Meisterschaften in Folge (die erste ohne Punktverlust) erreichten die Amateure 1997 die Verbandsliga Südwest. Nach dem dritten Platz 1998 stiegen sie 1999 sogar in die Oberliga Südwest auf.

Auch hier gehörten die Mainzer zu den Spitzenmannschaften. Nach dem vierten, siebten und zweiten Platz stiegen sie im vierten Jahr (2003) in die Regionalliga auf, in der sie im ersten Jahr den Ligaverbleib schafften. Durch den Aufstieg der Profimannschaft hatte der 1. FSV Mainz 05 in der Jubiläumssaison 2004/05 erstmals alle Mannschaften von den Profis bis in die unteren Jugendmannschaften in der höchsten möglichen Liga, musste aber am Saisonende den Abstieg der Amateure und der A-Junioren hinnehmen.

Der derzeit von Ex-Profi Peter Neustädter trainierte und wieder in der Oberliga Südwest spielende 1. FSV Mainz 05 II wurde zudem von 2001 bis 2005 fünf Mal in Folge SWFV-Pokalsieger. In den daraus resultierenden DFB-Pokalspielen erreichte die zweite Mannschaft zwei Mal das Elfmeterschießen (2001 2:4 gegen Borussia Mönchengladbach, 2003 3:4 gegen den Karlsruher SC), kam aber nie in die zweite Runde.

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Erfolge
Südwestmeisterschaft und Aufstieg in die Regionalliga: 2003
Südwestpokalsieg: 2001, 2002, 2003, 2004 und 2005
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Junioren
Die Juniorenabteilung der 05er zählt im Südwesten zu den "großen Drei" mit dem meist dominierenden 1. FC Kaiserslautern und dem 1. FC Saarbrücken. Die B-Junioren wurden 2005 Südwestmeister vor dem FCK. Im Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft erreichten sie gegen Borussia Dortmund (u.a. mit Nuri Şahin) trotz einer 0:3-Hinspielniederlage im Rückspiel das Elfmeterschießen, unterlagen aber mit 7:8.

Die A-Junioren waren 2003 Gründungsmitglied der U19-Bundesliga, aus der sie nach zwei Jahren abstiegen. 2006 wurden sie Südwestmeister, müssen aber zum Wiederaufstieg noch die Entscheidungsspiele gegen den Hessenmeister Kickers Offenbach überstehen.

Die Bundesligaspieler Mimoun Azaouagh, Axel Brummer, Christian Demirtas, Franco Foda, Manuel Friedrich, Fabrizio Hayer und Markus Kreuz wurden bei den 05-Junioren ausgebildet.

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Stadion

Das Stadion am BruchwegSeit Oktober 1938 trägt der FSV seine Heimspiele im Stadion am Bruchweg aus. Das reine Fußballstadion am Dr.-Martin-Luther-King-Weg (früher Bretzenheimer Bruchweg) nahe der Mainzer Universität hat derzeit nach mehreren Umbauten 20.300 größtenteils überdachte Plätze, darunter ca. 10.400 Sitzplätze.

Da der Verein aus wirtschaftlichen Gründen auf ein größeres Stadion angewiesen ist und ein Ausbau des jetzigen Stadions kaum zu realisieren ist, wird nach anderen Standorten für einen Neubau gesucht. In der engeren Wahl sind das Gelände am Kasteler Petersweg, das Messegelände in Hechtsheim sowie ein Neubau am Bruchweg direkt neben dem jetzigen Stadion.

Vor dem Umzug spielten die 05er 500 Meter südlich des heutigen Stadions auf dem in Eigenarbeit angelegten Sportplatz am Fort Bingen, der 1920 mit einem Freundschaftsspiel gegen Vasas Budapest vor 5.000 Zuschauern eingeweiht wurde. Nach der Erweiterung zur Saison 1926/27 bot die moderne Kampfbahn mit Tribüne und ausgebauten Stehtraversen Platz für mehr als 10.000 Zuschauer. 1937 musste das Stadion einer Flak-Kaserne weichen, die heute den Haupteingang der Universität bildet. Als "Entschädigung" für den Verlust der Anlage, in die mehrere hunderttausend Mark investiert worden waren, wurde der Verein mit 3.000 Mark abgespeist.

Vor der Errichtung dieser ersten vereinseigenen Spielstätte tingelte der Verein über die Sportplätze. Zu Hassia-Zeiten spielte man auf freien Flächen der Befestigung am Gautor, große Spiele wurden auf der 1897 errichteten Radrennbahn am nahegelegenen Fichteplatz ausgetragen. 1910 zog der Verein auf den Platz des Mainzer SV 08 an der Hattenbergstraße um. Nach dem Krieg und der Fusion mit den 08ern musste der Klub zunächst auf den ungeeigneten Schützenfestplatz oberhalb des Stadtparks ausweichen, bis das Fort Bingen fertiggestellt war.

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Handballabteilung
Die Handballabteilung der 05er entstand erst 1926, als unter anderem die Juniorenabteilung des Wartburgverein Mainz geschlossen zum FSV wechselte und sich zwei Herren-, ein Damen- und ein Junioren-Feldhandballteam formierten. Bereits 1927 wurde die Mainzer Herrenmannschaft Bezirks- und Rhein-Saar-Meister. Bis 1930 folgten zwei weitere Bezirksmeisterschaften. Überregional scheiterten die Mainzer regelmäßig am SV Darmstadt 98. Wie die Fußballabteilung brachen auch die Handballer nach dem Verlust des Vereinsgeländes ab 1938 zusammen.

Nach dem Krieg konnten die neuformierten Handballer nicht an die alten Erfolge anknüpfen. Erst 1972 gelang mit der Rheinhessenmeisterschaft der Junioren und dem anschließenden zweiten Platz bei der Südwestmeisterschaft wieder ein Titel.

Die Herrenmannschaft erreichte 1977 die Oberliga, aus der sie 1983 wieder abstieg. Bis 1985 und von 1988 bis 1993 spielte das Team in der Verbandsliga.

Eine Damenmannschaft gibt es erst seit 1978 wieder. Von 1992 bis 1996 traten die 05-Spielerinnen in der Regionalliga an. Die Erweiterung der Regionalliga Südwest um Hessen und Thüringen schmälerte die Wiederaufstiegschancen. Trotz mehrerer Meisterschaften in der Oberliga scheiterte das Team regelmäßig im Aufstiegs-Play-off.

Derzeit spielen die vom "Magier" Vlado Stenzel trainierten Damen in der Oberliga Rheinhessen-Pfalz-Saar, die Herren nur noch in der C-Klasse, zuletzt in einer Spielgemeinschaft mit dem Mombacher Turnverein.

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Tischtennisabteilung
Die Tischtennisabteilung des 1. FSV Mainz 05 entstand 1949, als acht Jugendliche des Mainzer Rudervereins, für die nach der Währungsreform die Mitgliedsbeiträge zu hoch wurden, zu den 05ern wechselten. Bereits im ersten Jahr nahmen drei Spieler an den Deutschen Einzelmeisterschaften teil.

Der erste Star des 05-Tischtennis war der mehrfache indische Meister Cudhir Kakhar, der sich in den frühen 50ern dem FSV anschloss und den Topspin in Deutschland einführte.

1954 waren die Mainzer Gründungsmitglied der Oberliga Südwest, der sie bis 1972 angehörten. 1956 spielten sie um die Deutsche Meisterschaft mit.

Mit Dieter Köhler stellten die 05er 1956 den deutschen Jugendmeister im Einzel und Doppel sowie den internationalen Jugendmeister. Bei der Weltmeisterschaft 1959 bezwang Köhler den chinesischen Asienmeister Wang Chuan-Yao. Bis heute ist Köhler der erfolgreichste Tischtennisspieler des 1. FSV Mainz 05. Bis 1965 stellten die 05er jedes Jahr den Verbandsmeister Rheinhessens.

Nach dem Wiederaufstieg 1980 waren die 05er auch Gründungsmitglied der 2. Bundesliga, aus der sie im Zuge der Staffelreduzierung 1988 wieder abstiegen. 1991 spielten die Mainzer nur noch viertklassig. Wayne Estwick, Nationalspieler von Trinidad und Tobago, sollte ein Schlüsselspieler beim Wiederaufstieg werden, kam aber noch vor seinem ersten Einsatz bei einem Raubüberfall auf den Mainzer Tischtennis-Abteilungsleiter ums Leben.

Der bekannteste Mainzer Tischtennisspieler der letzten Jahre ist der Chinese Li Bing, der von 1994 bis 2004 acht Mal bester Einzelspieler der Liga wurde und den Verein wieder in die Regionalliga brachte. Seit seinem Wechsel nach Mainz verpasste er kein einziges Meisterschaftsspiel (Stand: 2005). 2001 brachten die 05er einen weiteren Spitzenspieler heraus. Der damals 15-jährige Patrick Baum wurde in seiner Altersklasse Deutscher und Europameister. Nach der Regionalligameisterschaft 2002 scheiterten die Mainzer in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga.

Die Saison 2005/06 schlossen die Mainzer als Zweitplatzierter der drittklassigen Regionalliga Südwest ab

31.5.06 14:52, kommentieren

Fettes Brot

Fettes Brot ist eine deutsche Hip-Hop-Gruppe, die sich als „Hamburgs Hip-Hop-Dinosaurier“ versteht. Sie stammen allerdings aus dem Kreis Pinneberg, genauer aus Halstenbek, Schenefeld und Pinneberg.



Geschichte
Als sich 1992 die Gruppe Poets Of Peeze auflöste, gründeten deren Mitglieder Dokter Renz (Martin Schrader, jetzt Martin Vandreier alternativ auch Speedy Konsalik und Dokter Renz bzw. die Verdrehung Rektor Donz; * 23. Juli 1974 in Hamburg) und Tobi Tobsen zusammen mit König Boris (Boris Lauterbach, auch Kay Bee Baby (Kay Bee = KB = König Boris), Long Leg Lauterbach, Rock'n'Roll Coseng, der, der den Müll nicht runterbringt und Saufekanzler * 18. Juni 1974 in Hamburg), Schiffmeister (Björn Warns auch Björn Beton, das Ding der Unmöglichkeit und Flash Müller; * 20. Mai 1973 in Pinneberg) und Mighty in Pinneberg die Band Fettes Brot. Die Gebrüder Schmidt (Tobi & Mighty) verließen die neugegründete Formation bereits sehr früh, um andere Wege zu verfolgen, so dass ihre erste Platte, die EP Mitschnacker, auf Yo Mama Records als Trio veröffentlicht wurde. Zuvor waren bereits im Jahr 1993 die Titel "Schwarzbrot - Weißbrot" und "Schule der Gewalt" auf dem schleswig-holsteinischen Sampler "Endzeit 93" des Independent-Labels Wilde Welt Records erschienen.

Der kommerzielle Erfolg stellte sich mit der zur Hymne ausgearteten Single Nordisch By Nature und dem dazugehörigen Album ein. Vom Erfolg überrascht und auf die Gefahr hin, auf Dauer alleine mit diesem Song identifiziert zu werden, entschied sich die Band dazu, die Single nach einigen Monaten vom Markt zu nehmen. Die Brote waren technisch gereift und präsentierten sich auf ihrem ersten Longplayer Auf einem Auge blöd vielseitig und betont humorvoll. Die Stärke der drei Rapper, nämlich Geschichten zu erzählen und innerhalb der Strophen die Zeilen untereinander aufzuteilen, ließ sich hier schon gut erkennen.

Spätestens ein Jahr später waren Fettes Brot mit ihrer zweiten Quasi-Hymne Jein, die ohrwurmartig fragte „Soll ich's wirklich machen oder lass ich's lieber sein?“, im deutschsprachigen Raum als feste Größe etabliert. Weitere Singles des Nachfolgeralbums Außen Top Hits, innen Geschmack erwiesen sich ebenso als unterhaltsame und hörenswerte Stücke. Auch das Album selbst strotzte vor Erzählfreude: die Geschichten von Supermann und Mondgesicht oder Der Einsamkeit der Klofrau erschufen eigene kleine Welten. Dendemann (damals noch bei den Armen Rittern) hatte hier seine ersten kleinen aber genialen Auftritte, der Collabo-Track „Wildwechsel“ mit u.a. Max Herre, Blumentopf, Spax und Der Tobi & das Bo wurden zu einem der bekanntesten Representer-Tracks. Die Brote waren zu dieser Zeit auch anderweitig sehr aktiv: Sie betrieben unter anderem eine eigene Radiosendung namens Forellentee auf Radio Fritz.

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Ruhigere Zeiten
Zwischendurch wurde es etwas ruhiger, bis sich das Trio mit Können diese Augen lügen? Ende 1998 und dem dazugehörigem Album Fettes Brot lässt grüßen 1999 zurückmeldete. Sie stellten ihr hohes technisches Level einmal mehr unter Beweis. Zudem beging man nun erstmals neue Wege und versuchte sich auch an nicht am Hip Hop fixierten Musikstücken, die zahlreiche Puristen Kritik äußern ließen. Viele Wege führen nach Rom oder Lieblingslied waren erfolgreiche Single-Auskopplungen, ein großer Hit wie bei den beiden Vorgängeralben blieb aber aus. Mit einem in Kollaboration mit James Last erstellten Stück verabschiedeten sich die drei 1999 in eine kreative Pause. Den Fans erleichterte man dann zwischenzeitlich die Sammlerei und das Warten, und veröffentlichte eine Anthologie der B-Seiten, Remixe und exklusiven Produktionen. Die Beginner, Smudo von den Fantastischen Vier sowie Der Tobi & Das Bo steuerten ihre persönlichen Beiträge bei. Außerdem hatte diese Sammlung mit Da draussen eine weitere erfolgreiche Single im Angebot.

Drei Jahre 2001 später erschien dann das vierte reguläre Album von Fettes Brot. Die Drei markierten einen kleinen Neuanfang mit dem Albumtitel Demotape und der Präsentation neuer alternativer Pseudonyme. Mit den Singles Schwule Mädchen und The Grosser schlugen sie vollends aus und ließen keine klare musikalische Kategorisierung möglich werden. Denn im Gegensatz dazu präsentierten sie in Zusammenarbeit mit Skunk Funk die pure Hip-Hop-Single Fast 30. Nur ein Jahr später, nämlich im Herbst 2002 veröffentlichten sie die Greatest-Hits-Compilation Amnesie und eine gleichnamige DVD für die sie extra einen Kurzfim gedreht haben. Außerdem veröffentlichten sie drei weitere Singles. 2002 die Single Welthit, die auch auf ihrem Best-of-CD zu finden ist. Das 2003 erschienene Rio Reiser-Cover Ich bin müde, geschrieben von Wolfgang Michels und Rio Reiser, erstmals erschienen 1983 auf dem Michels-Album Keine Probleme, schaffte es in die TV-Rotation. Mit dem legalen MP3-Download erhältlichen Collabo-Track Tanzverbot (limitiert auch auf CD/Vinyl erschienen) schimpften sie im Zuge der Hamburger Bambule-Proteste zusammen mit Bela B. auf den ehemaligen Hamburger Innensenator Ronald Schill.

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Comeback und eigenes Label
2004 gründeten sie ihr eigenes Label die „Fettes Brot Schallplatten GmbH“.

Bei ihrem Comeback! 2005 erreichten Fettes Brot beim Bundesvision Song Contest mit dem Song Emanuela den zweiten Platz. Wenige Tage später am Valentinstag erschien die Single Emanuela dann auch offiziell und stieg in den Singlecharts bis auf Platz drei und entwickelte sich zu einem Sommerhit 2005. Am 21. März 2005 erschien ihr bisher erfolgreichstes Album Am Wasser gebaut. Es wurde nicht mehr soviel gerappt, das Album war insgesamt souliger als seine Vorgänger .

Die zweite Singleauskopplung aus Am Wasser gebaut wurde An Tagen wie diesen (in Zusammenarbeit mit Pascal Finkenauer). Das dazugehörige Video, in welchem auch Finkenauer und Dj exel. Pauly mitspielen, soll „den Alltag der Jungs widerspiegeln“; allerdings fahren in dem Video Panzer statt Autos durch die Straßen, womit ein „Eindringen von Krieg in den friedlichen Alltag in der Bundesrepublik durch die Medien“ dargestellt werden soll und dass man auch „Teil einer gewaltbereiten Welt“ ist.

Am 6. Oktober 2005 wurden die drei Rapper zum ersten Mal – gleich zweifach – mit dem Comet ausgezeichnet: In den Kategorien „Beste Band“ und „Bester Song“ (Emanuela). Nominiert waren sie unter anderem auch für das „Beste Video“ und „Erfolgreichster Download“ (Emanuela).

Am 22. Dezember 2005 gaben Fettes Brot in der Color Line Arena in Hamburg vor über 13.000 Zuschauern das größte Konzert ihrer Geschichte. Außerdem wurde das Konzert auch von MTV und zahlreichen Radiosendern (u.a. Fritz) live übertragen.

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D.O.C.H.!
Fettes Brot veröffentlicht vorübergehend unter dem Pseudonym D.O.C.H.! Songs, die nicht wie ihr bisheriges Repertoire ins Genre Hip Hop passen (vgl. Sasha alias Dick Brave). Die Anfänge davon wurden von einem großen PR-Gag begleitet: Bereits im Januar 2006 kündigten Fettes Brot an, mit ihrem Label die „Power-Pop“-Band D.O.C.H.! unter Vertrag zu nehmen. Es handele sich dabei um drei 17-jährige Berliner mit Namen Boy, Paolo und Typ. Es folgten Meldungen über eine erste Single-Veröffentlichung und eine Ungarn-Tour im April, sowie über die Veröffentlichung des Albums im September. Als die Single "Was in der Zeitung steht" erstmals in Radio und Musik-Fernsehen gespielt wurde, stellte sich heraus, dass es sich dabei um das selbe Lied handelt, das bereits auf der Maxi-CD "An Tagen wie diesen" von Fettes Brot als B-Seite zu hören war. In beiden Fällen wird es von Doktor Renz gesungen. Und auch die Website der Gruppe, sowie die dortigen Fotos erwiesen sich als Fälschung, als diese auf anderen Internet-Seiten wiedererkannt wurden. Bei einem Auftritt in der MTV-Sendung TRL am 9. Mai 2006 behaupteten die drei vermeintlichen D.O.C.H.!-Protagonisten dennoch standhaft, Fettes Brot habe den Song von ihnen geklaut. Er sei definitiv von ihnen geschrieben worden.

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Trivia
Seinen Künstlernamen Schiffmeister entnahm Björn Warns dem Computerspiel-Klassiker Pirates!, in dem eine mögliche Meuterei auf dem Piratenschiff mit den Worten "Shipmaster warns: ..." angekündigt wurde. Der englische Begriff "Shipmaster" (Kapitän) wurde hier wörtlich zu "Schiffmeister" übersetzt.

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Diskografie
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Studioalben
1995 – Auf einem Auge blöd
1996 – Außen Top Hits, innen Geschmack
1998 – Fettes Brot lässt grüßen
2001 – Demotape
2005 – Am Wasser gebaut
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Sonstige Alben
2000 – Fettes Brot für die Welt (Sammlung mit B-Seiten, seltenen oder unveröffentlichten Stücken und drei neuen Liedern.)
2002 – Amnesie (vgl. DVDs, enthält außer Gangsta Rap alle Singles bis 2002.)
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Singles
1994 – Definition von Fett
1994 – Männer
1995 – Nordisch By Nature
1995 – Gangsta Rap (Nur auf Vinyl erschienen.)
1996 – Jein
1996 – Mal sehen
1997 – Silberfische in meinem Bett
1997 – Sekt oder Selters
1997 – Lieblingslied
1998 – Viele Wege führen nach Rom
1998 – Können diese Augen lügen?
1999 – Ruf mich an (In Zusammenarbeit mit James Last.)
2000 – Da draußen
2001 – Schwule Mädchen
2001 – Fast 30 (in Zusammenarbeit mit Skunk Funk.)
2001 – The Grosser
2002 – Welthit
2003 – Tanzverbot (Schill To Hell) (In Zusammenarbeit mit Bela B. von Die Ärzte.)
2003 – Ich bin müde (Cover des gleichnamigen Songs von Wolfgang Michels und Rio Reiser.)
2005 – Emanuela
2005 – An Tagen wie diesen (In Zusammenarbeit mit Pascal Finkenauer.)
2006 – Soll das alles sein
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EPs
1994 – Mitschnacker
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DVDs
2002 – Amnesie (Archiv-DVD mit Musikvideos und anderem Material, zusätzlich enthalten CD mit allen als Singles erschienen Songs außer Gangsta Rap)
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Kompilationen
1993 - Endzeit 93 (Zwei Lieder)
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Auszeichnungen
ECHO 1996 als „Erfolgreichste deutsche Nachwuchsband“
Comet 2005 als „Beste Band“ und für den „Besten Song“ („Emanuela“)
GQ Man of the Year 2005 als „Beste Musiker“
Eins Live Krone 2005 für die „Beste Single“ („Emanuela“)
Goldene Schallplatte für „Am Wasser gebaut“ (Deutschland) und „Emanuela“ (Deutschland und Österreich)
Echo 2006 als bester „Hip-Hop/R&B national“ Act
Bravo Otto Gold 2006 als bester „Hip-Hop national“ Act
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Touren
1995 – Klasse von '95-Tour – mit Main Concept, Massive Töne, ZM Jay, MC René, F.A.B., Der Tobi & Das Bo
1996 – Sven, Sven & Sven live – Inkognito-Club-Tour im November
1996/97 – Spiel mir das Lied vom Brot-Tour – mit Blumentopf, Massive Töne
1998 – Harte Tour '98 – mit Eins Zwo und DJ I.L.L. Will
2001 – Schlechtwetterfront-Tour – mit DJ Pauly & Skunk Funk
2003 – Gute Laune Hölle-Tour (nur in Theatern) – mit Die Herren
2003 – Jenseits der Grenze des Zumutbaren-Tour von Die Ärzte mit Fettes Brot als Vorband
2005 – Am Wasser gebaut-Tour Teil 1 – mit Pascal Finkenauer, Emel & J-Luv, Vorband: Fiva MC & DJ Radrum
2005 – Am Wasser gebaut- Tour Teil 2 – mit Pascal Finkenauer, Emel & Patrick Gwada, keine Vorband

30.5.06 16:06, kommentieren

Borussia Dortmund

Borussia Dortmund ist der bekannteste Dortmunder Sportverein, insbesondere bekannt durch seine Fußballabteilung. Daneben hat der Verein noch eine Handball- und eine Tischtennisabteilung. Zusätzlich zu diesen sportlichen Abteilungen gibt es seit Ende 2004 auch eine gleichberechtigte Fanabteilung, die die Belange der Anhänger des Vereins vertritt. Der offizielle Name lautet Ballspielverein Borussia 1909 e.V. Dortmund und wird häufig abgekürzt mit BVB oder BVB 09. Der sechsfache deutsche Fußballmeister ist einer der führenden Vereine der Bundesliga und eine Institution des Ruhrgebiets und Westfalens.





Sportliche Erfolge

Erstligapositionen des BVB am SaisonendeIm Bereich Fußball:

Deutscher Meister (6): 1956 (4:2 gegen Karlsruher SC), 1957 (4:1 gegen Hamburger SV), 1963 (3:1 gegen 1. FC Köln), 1995, 1996, 2002
Deutscher Vizemeister (4): 1949 (2:3 n.V. gegen VfR Mannheim), 1961 (0:3 gegen 1. FC Nürnberg), 1966, 1992
DFB-Pokalsieger (2): 1965 (2:0 gegen Alemannia Aachen), 1989 (4:1 gegen Werder Bremen)
DFB-Pokalfinalist (1): 1963 (0:3 gegen Hamburger SV)
Supercupsieger (3): 1989, 1995, 1996

Deutscher Hallenmeister (4): 1990, 1991, 1992, 1999
Sieger der Champions League (1): 1997 (3:1 gegen Juventus Turin)
Sieger des Europapokals der Pokalsieger (1): 1966 (2:1 n.V. gegen FC Liverpool)
UEFA-Pokalfinalist (2): 1993 (1:3 und 0:3 gegen Juventus Turin), 2002 (2:3 gegen Feyenoord Rotterdam)
Weltpokal-Sieger (1): 1997 (2:0 gegen Cruzeiro Belo Horizonte)
Westdeutscher Meister (6): 1948, 1949, 1950, 1953, 1956, 1957
Westfälischer Meister (1): 1947
Darüber hinaus wurden die A-Junioren des Vereins fünfmal Deutscher Meister (1994 - 1998), die B-Junioren viermal (1993, 1996, 1998 und 2005).

In der Saison 2005/2006 errang die 2. Mannschaft des Vereins den Titel in der Oberliga Westfalen und ist damit in der kommenden Saison für die Fußball-Regionalliga Nord spielberechtigt.

Im Bereich Frauenhandball:

DHB-Pokalsieger (1): 1997
DHB-Pokalfinalist (2): 1994, 1998
EHF-Pokalfinalist (1): 1997
Challenge-Cup-Sieger (1): 2003
Ehrungen:

Als erste deutsche Mannschaft überhaupt wurde Borussia Dortmund 1957 mit der Ehrung Mannschaft des Jahres ausgezeichnet.

Geschichte

Gründung und rascher Aufstieg
Im November 1901 wurde die katholische Jünglingssodalität „Dreifaltigkeit“ im Dortmunder Nordosten gegründet. Die Mitglieder waren zum großen Teil junge Stahlarbeiter und Bergleute und betätigten sich zunächst sportlich beim Turnen und in der Leichtathletik. Aber spätestens seit 1906 wurde auf der Weißen Wiese auch regelmäßig Fußball gespielt. Im selben Jahr wird Kaplan Hubert Dewald Vorsitzender der Jünglingssodalität und setzt sich energisch gegen das „rohe und wilde Treiben“ ein. So setzte er einen zusätzlichen Gottesdienst am Sonntag Nachmittag, dem Spieltag, an.

Am vierten Advent, dem 19. Dezember 1909, trafen sich über 40 Mitglieder der Sodalität in einem Nebenraum des Wirtshauses „Zum Wildschütz“ in der Österholzstraße (unweit des Borsigplatzes), um über die Gründung eines von der Kirche unabhängigen Vereins zu beraten. Kaplan Dewald erfuhr von diesem Treffen und versuchte die Gründung des Vereins zu verhindern. Ihm wurde aber gewaltsam der Zutritt verweigert. Trotzdem sprangen darauf hin eine ganze Reihe der Versammlungsmitglieder wieder ab und es blieben nur die 18 Vereinsgründer Franz und Paul Braun, Heinrich Cleve, Hans Debest, Paul Dziendzielle, Franz, Julius und Wilhelm Jacobi, Hans Kahn, Gustav Müller, Franz Risse, Fritz Schulte, Hans Siebold, August Tönnesmann, Heinrich und Robert Unger, Fritz Weber sowie Franz Wendt übrig.

Da die Gründung spontan und unvorbereitet ablief, gab es auch keine Überlegungen für einen Namen. Der Zusatz „Borussia“ wurde gewählt, da es sich um den Namen des im Wildschütz ausgeschenkten Bieres der Borussia-Brauerei handelte, die unweit des Borsigplatzes ihren Sitz hatte (heute Standort der Dortmunder Actien-Brauerei). Damit erhielt der Verein also den Namen des Lieblingsbiers der Gründer, die Namenswahl ist daher nicht als bewusster Ausdruck eines Nationalstolzes zu verstehen (Borussia ist die lateinisierte Bezeichnung für Preußen).

Nachdem Kaplan Dewald die Borussia-Mitglieder in der Messe am Heiligen Abend der Spaltung der Dreifaltigkeitsgemeinde bezichtigte und sie aus der Sodalität ausschloss, verließen einige der Gründungsmitglieder den Verein wieder, der Verein blieb aber bestehen. Der erste Vorsitzende des Vereins wurde Heinrich Unger, der bereits Mitte 1910 von diesem Amt zurücktrat. Nach einem sechswöchigen Intermezzo von Franz Risse folgte ihm Franz Jacobi, der den Verein bis 1923 leitete. Genau die Hälfte der 18 Vereinsgründer erlebten das zehnjährige Jubiläum des BVB nicht, da sie im Ersten Weltkrieg starben.

Am 19. Juni 1910 wurde die Leichtathletikabteilung von Borussia Dortmund in den Westdeutschen Spielverband (WSV) aufgenommen. Am 3. Dezember folgte auch die Fußballabteilung. Das erste reguläre Spiel fand 15. Januar 1911 gegen den VfB Dortmund statt und wurde 9:3 gewonnen. Die offizielle Spielkleidung besteht zu diesem Zeitpunkt aus einem blau-weiß gestreiften Hemd mit einer roten Schärpe und schwarzer Hose. Das erste Meisterschaftsspiel bestritt die Borussia am 10. September 1911 in Castrop-Rauxel gegen die Fußballmannschaft Spielabteilung des Turnerbundes Rauxel und wurde ebenfalls, diesmal mit 1:0, gewonnen.

Der Verein startete in der untersten Spielklasse (C-Klasse), belegte dort aber sofort den ersten Platz und stieg somit in die B-Klasse auf, wo man in der Saison 1911/12 den dritten Platz erreichte. Da zu diesem Zeitpunkt der WSV einen Aufnahmestopp verhängte, schlossen sich die Vereine Rhenania, Britannia und Deutsche Flagge der Borussia an. Aus diesem Grund wechselte der BVB am 14. Februar 1913 die Vereinsfarben. Das Hemd war nun zitronengelb mit einem schwarzen „B“ darauf. In der Saison 1913/14 stieg Borussia Dortmund erstmals in der Vereinsgeschichte in die damals höchste Spielklasse, die A-Klasse auf. Da die Saison 1914/15 wegen des Ersten Weltkriegs abgebrochen werden musste, konnte die Borussia ihre Erfolge zunächst nicht fortsetzen. Es fanden aber Freundschaftsspiele zugunsten des Roten Kreuzes statt.


Entwicklung während der Weimarer Republik
Erst in der Saison 1918/19 spielte Borussia Dortmund wieder in der obersten Klasse mit. Man trug sich 1919 in das Vereinsregister ein. Da 1919/20 die neue oberste Klasse, die Bezirksklasse, eingeführt wurde, spielte man nun nur noch zweitklassig.

Im Jahre 1923 trat Franz Jacobi als Vorsitzender des Vereins zurück. 1924 wurde die Weiße Wiese, der damalige Austragungsort der Fußballspiele, ausgebaut. Im Jahr 1926 gewann der BVB die Vizemeisterschaft in der 2. Bezirksklasse und stieg damit erneut in die höchste Spielklasse auf. Man konnte sich jedoch nicht lange dort halten und musste nach dem verlorenen Entscheidungsspiel gegen Langendreer 04 (1:3 nach Verlängerung) wieder zurück in die Zweitklassigkeit.


Der BVB in der Zeit des Nationalsozialismus
Unter der Herrschaft der Nationalsozialisten wurde in den 30er Jahren als oberste Spielklasse die so genannte Gauliga eingeführt. Sportlich hatte der BVB nun eine erfolgreiche Zeit. In der Saison 1935/36 stieg man in die Gauliga Westfalen auf, die damals höchstmögliche Spielklasse. Gleichzeitig wurde der erste professionelle Trainer der Borussen angestellt, Fritz Thelen. Borussia Dortmund entwickelte sich zu einer der besten Fußballmannschaften Deutschlands, was besonders durch den ersten Nationalspieler der Borussen, August Lenz, möglich wurde. Für den Bau des Hoeschparks durch den Reichsarbeitsdienst wurde dem BVB das Stadion Weiße Wiese und das dazugehörige Vereinsgelände von der Stadt Dortmund (die damals keine so große Solidarität mit dem Verein zeigte wie heutzutage) entschädigungslos enteignet. Daher musste der Verein im Jahr 1937 in das Stadion Rote Erde (damals: „Kampfbahn Rote Erde“) in den bürgerlichen Süden Dortmunds umziehen. Im Tschammerpokal, dem Vorläufer des DFB-Pokals, erreichte man im selben Jahr das Viertelfinale (3:4 gegen SV Waldhof Mannheim). In den darauf folgenden Jahren wurde der BVB mehrmals Vizemeister (1938 und 1942). Die A-Jugend des BVB gewann in Jahr 1939 die Westfalenmeisterschaft und die Westdeutsche Meisterschaft.


1940 bis 1950 - Schwere Zeiten und erfolgreicher Neubeginn
Der Gewinn der Vizemeisterschaft 1942 läutete ein sportlich relativ erfolgreiches Jahrzehnt für Borussia Dortmund ein, das allerdings vom 2. Weltkrieg und der Diktatur des 3. Reich weiterhin überschattet wurde. Die durch Sozialdemokraten, Kommunisten und polnische Zuwanderer geprägte Dortmunder Nordstadt war eine Hochburg der Antifaschisten in Dortmund. Dies fand auch seinen Widerhall in dem tief in diesem Viertel verwurzelten BVB. So waren eine Reihe aktiver Vereinsmitglieder im Widerstand gegen die Nationalsozialisten tätig und nutzten dabei auch die Infrastruktur des Vereins, beispielsweise die Druckmaschinen zur Vervielfältigung von Flugblättern. Diesen mutigen Einsatz bezahlten eine Reihe dieser aktiven Borussen mit ihrem Leben, unter anderem Heinrich Czerkus - Vereinswart des Stadions und der Vereinsanlagen bis zu deren Enteignung - oder Franz Hippler - Vorsitzender der Handballabteilung des Vereins. Beide wurden noch am Karfreitag 1945 von der Gestapo ermordet (Mahnmal Bittermark). Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau des Vereins. Durch den Verlust vieler Spieler wurden viele Vereine in Deutschland praktisch zerstört. Auch der BVB musste sich aus den Wirren der damaligen Zeit befreien und zunächst eine Wiederzulassung erwirken. Doch bereits im August 1945 wurde auf der Roten Erde wieder Fußball gespielt.

Einer der wichtigsten Erfolge für Borussia Dortmund in den 40er Jahren war der Gewinn der Westfalenmeisterschaft 1947 gegen den FC Schalke 04, die man sich im Endspiel in Herne mit 3:2 sicherte. Dieser Sieg ging als die Wende im Westen in die Fußball-Geschichte des Ruhrgebietes und Westdeutschlands ein, da jahrzehntelang der Verein Schalke den Fußballsport im Revier beherrschte und der BVB nach diesem historischen Sieg fortan die Führung im Ruhrgebiets- und westdeutschen Fußball übernahm. Aber auch die Meisterschaften in den Saisons 1947/48 und 1948/49 in der neuen Oberliga West waren wichtige Ereignisse in der Vereinsgeschichte. Im Jahre 1949 stand der BVB erstmals im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen den VfR Mannheim, das jedoch mit 3:2 (nach Verlängerung) verloren ging.


1950 bis 1960 - Zwei Mal Deutscher Meister
Nachdem man sich 1949/50 zum dritten Mal in Folge die Westmeisterschaft gesichert hatte, traf die Borussia im Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft erneut auf den VfR Mannheim. Dieses Spiel verlor der BVB jedoch wieder, diesmal mit 1:3.

Der Erfolg der 40er Jahre setzte sich aber in den 50er Jahren fort. In der Saison 1952/53 gelang der Gewinn des vierten Titels in der Oberliga West.

Im Jahr 1954 fand in der Schweiz die Fußballweltmeisterschaft statt. Die deutsche Nationalmannschaft, zu der auch der BVB-Torwart Heinrich Kwiatkowski zählte, holte sich überraschend den Titel.

Bei Borussia Dortmund verlief die Saison 1955/56 genauso erfolgreich wie die vorherige. Man gewann die fünfte Westmeisterschaft, auf die der erneute Einzug ins Finale um die Deutsche Meisterschaft folgte. Der BVB besiegte den Karlsruher SC mit 4:2 und wurde zum ersten Mal Deutscher Meister. Im Jahr 1957 verteidigte Borussia Dortmund mit der gleichen Aufstellung wie im Vorjahr die Deutsche Meisterschaft mit einem 4:1 gegen den Hamburger SV, nachdem man sich die bis dato sechste Westmeisterschaft gesichert hatte.


1960 bis 1970 - Bundesliga und Europapokal
1960/61 verlor man das Finale um die Deutsche Meisterschaft gegen den 1. FC Nürnberg mit 0:3. Im letzten Jahr vor der Einführung der Bundesliga, 1963, gewann der BVB zum dritten Mal die Deutsche Meisterschaft mit einem 3:1 gegen den 1. FC Köln. Den DFB-Pokal konnte man trotz des erstmaligen Erreichens des Finales nicht gewinnen. Borussia Dortmund beendete die Ära der Oberliga West als erfolgreichster Verein in der gesamten Geschichte dieser Klasse.

Nach dem der Start der neuen Bundesliga in der Saison 1963/64, Gründungsmitglied war natürlich der amtierende Deutsche Meister Borussia Dortmund, gehörte der Verein zu den Favoriten auf den Titel. Am Ende reichte es aber nur für den 4. Platz. Im Europapokal der Landesmeister, für den man sich eine Saison früher qualifiziert hatte, gelangte der BVB bis ins Halbfinale, nachdem man den Favoriten Benfica Lissabon eine Runde zuvor 5:0 besiegt hatte.

1965 erreichte Borussia Dortmund zum zweiten Mal das Finale des DFB-Pokals und schlug Alemannia Aachen mit 2:0. Auch im Europapokal der Pokalsieger schaffte es der BVB 1966 bis ins Finale. Hier traf man auf den Favoriten FC Liverpool, den man mit 2:1 (nach Verlängerung) besiegte. Dies war der erste europäische Pokalsieg einer deutschen Mannschaft. In der Bundesliga reichte es trotz Doppelbelastung zum Vizemeister.


1970 bis 1980 - Abstieg, neues Stadion, Wiederaufstieg
Das Ende des Jahrzehnts bedeutete für Borussia Dortmund auch das Ende der Bundesligazugehörigkeit. Da Stillstand in der Mannschaft herrschte, folgte 1972, 36 Jahre nach dem Aufstieg in die höchste Spielklasse, der Abstieg in die Regionalliga West.

Im Jahr 1974, als in Deutschland die Fußball-Weltmeisterschaft stattfand, bekam der BVB auch ein neues Stadion, das Westfalenstadion. Im Laufe der Jahre wurde es immer weiter ausgebaut und so das Fassungsvermögen deutlich erhöht.

Der Zweitklassigkeit entkam man in der Saison 1975/76. Dies gelang mit Rang Zwei in der neuen zweigleisigen 2. Bundesliga und Siegen in den Endscheidungsspielen um den Aufstieg gegen die Mannschaft des 1. FC Nürnberg (1:0 und 3:2). Im ersten Jahr der erneuten Bundesligazugehörigkeit erreichte der BVB den sicheren achten Rang. Durch das neue Stadion kam es zu einem Zuschauerboom ohnegleichen. Über 40.000 Menschen wollten im Schnitt die Heimspiele der Borussia sehen. Nicht einmal Schalke (als Vizemeister in dieser Saison und einem Stadion, das über 15.000 Menschen mehr fasste als das Westfalenstadion) konnte an die Zuschauerzahlen der Borussia herankommen. Der Meister aus Mönchengladbach hatte sogar nur etwa halb so viele Zuschauer wie der BVB.


1980 bis 1990 - Schulden, Talfahrt - Pokalsieger
In den 80er Jahren konnte der BVB nicht an die Erfolge der letzten Jahrzehnte anknüpfen. Zwar holte man 1980 den Trainer Udo Lattek, mit dem man 1980/81 fast die UEFA-Pokal-Qualifikation geschafft hätte, doch die erhofften Titel blieben vorerst aus. Nach Lattek begann zudem eine Phase ständiger Trainerwechsel, da in den 5 Jahren zwischen Frühjahr 1981 und Frühjahr 1986 zehn verschiedene Übungsleiter beim Verein tätig waren! Die Folge war eine sportliche Talfahrt, begleitet von finanziellen Eskapaden, die den Verein an den Rand der Zahlungsunfähigkkeit brachten: Der Verein verschuldete sich mit über 8 Millionen DM. Infolgedessen ernannte das Amtsgericht Dortmund am 23. Oktober 1984 einen Notvorstand. Präsident wurde Dr. Reinhard Rauball. Als Vizepräsident wurde ihm Dr. Gerd Niebaum zur Seite gestellt, der 1986 das Amt des Präsidenten übernahm. Sportlich blieb es bei der Talfahrt. 1984/85 konnte man sich noch auf den 14. Platz retten. In der darauf folgenden Saison ging es jedoch in die Relegation. Gegen Fortuna Köln musste die Borussia drei Mal antreten. Das Hinspiel wurde 2:0 verloren. Im Rückspiel siegte man 3:1 und erwirkte so ein weiteres Spiel. Das erforderliche dritte Spiel konnte Borussia Dortmund mit 8:0 im Düsseldorfer Rheinstadion für sich entscheiden und so einen zweiten Abstieg aus der Bundesliga nach 1972 verhindern. Mehr als 30.000 Borussen begleiteten damals ihren Verein zu diesem Schicksalsspiel ins Rheinstadion.

Ende der 80er Jahre lief es wieder erfolgreicher. In der Saison 1986/87 erreichte man Platz 4 und somit die Teilnahme am UEFA-Pokal. Im DFB-Pokal 1989 kam man bis ins Finale und besiegte Werder Bremen mit 4:1. Der erste Titel seit 23 Jahren und gleichzeitig der zweite DFB-Pokal-Sieg für den BVB war perfekt. Mehr als 40.000 BVB-Fans begleiteten ihre Borussia nach Berlin ins (mit 76.000 Zuschauern ausverkaufte) Olympiastadion - noch nie zuvor wurde ein Deutscher Fußball-Verein bei einem Pokalfinale von derart vielen Fans unterstützt. Eine viertel Million begeisterter Menschen empfing die Mannschaft am nächsten Tag in Dortmund.


1990 bis 2000 - Hitzfeld, der Meistermacher
Nach den mageren 80er Jahren waren die 90er Jahre für den BVB wieder ein sehr erfolgreiches Jahrzehnt, welches aber neben seinen Höhen auch Tiefen besaß.

Geprägt wurden die 90er vor allem durch die großen Spiele gegen Juventus Turin (UEFA-Cups 1992/1993 - Finale und 1994/1995 - Halbfinale, Champions League 1996/1997 - Finale) und die beiden Meisterschaften 1994/95 und 1995/96.

1991 wurde der in Deutschland damals relativ unbekannte Ottmar Hitzfeld vom Grasshopper-Club Zürich verpflichtet, was sich als echter Glücksgriff für die Borussia herausstellen sollte. Schon in seiner ersten Saison 1991/92 war man dem Erfolg sehr nah, der Meistertitel wurde erst am letzten Spieltag verspielt. Dennoch empfingen 30.000 BVB-Fans am Folgetag die Mannschaft der Borussia am Dortmunder Rathaus. Im UEFA-Pokal kam man auch so weit wie lange nicht mehr. 1993 erreichte Borussia Dortmund das Finale, unterlag aber mit 3:0 und 3:1 dem Favoriten Juventus Turin.

Doch der Erfolg sollte nicht ausbleiben. 1995 hieß der Deutsche Meister wieder BVB. In einer spannenden Saison sicherte man sich den Titel vor Werder Bremen. Der erste Meistertitel des BVB nach 32 Jahren blieb nicht ohne Folgen: Nach Polizeiangaben und seriösen Medien-Schätzungen feierten am Tag nach dem Titelgewinn rund um den Empfang der Meistermannschaft am Dortmunder Rathaus mehr als 500.000 BVB-Fans den Deutschen Meister BVB in den Straßen und auf den Plätzen Dortmunds. Auch in der darauf folgenden Saison 1995/96 behielt Borussia Dortmund die Oberhand. Zwar gab es einige Rückschläge durch viele Verletzungen, aber letztendlich holte sich der BVB 1996 die bis dahin fünfte Meisterschale.

Auch auf europäischer Bühne waren die Borussen erfolgreich: 1997 erreichte man das Finale der Champions League. Im Spiel gegen Juventus Turin konnte man sich durch ein 3:1 die begehrte Trophäe sichern. Obwohl die UEFA für diesen Tag offensichtlich hauptsächlich darauf bedacht war, Sponsoren und VIPs mit Karten zu versorgen (der BVB und Juventus bekamen jeweils 17.200 Karten, was von den BVB-Fans als eindeutig zu wenig bewertet wurde), waren dennoch 25.000 BVB-Fans bei diesem Finale im ausverkauften Münchener Olympiastadion zugegen. Im selben Jahr gewann man auch den Weltpokal durch ein 2:0 gegen Cruzeiro Belo Horizonte.

Nach den großen Erfolgen kam aber der Umbruch. Der langjährige Trainer Ottmar Hitzfeld verließ den Verein, das Stadion wurde weiter ausgebaut und auch der Kader veränderte sich. Neben vielen älteren Leistungsträgern, die die Mannschaft verließen, kamen auch viele Neulinge, von denen sich aber nur wenige als Leistungsträger herausstellten. So ging es stetig bergab. Die Saison 1999/2000 war der unrühmliche Tiefpunkt der Talfahrt. Nur durch den erfahrenen Trainer Udo Lattek entging der BVB dem Abstieg aus der Bundesliga.


Ab 2000 - Börsengang, Meisterschaft und wirtschaftliche Krise
In den letzten Jahren gab es in Dortmund einen weiteren Umbruch. Am 28. November 1999 beschloss die Mitgliederversammlung die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA. Als erster Fußballbundesligist ging Borussia Dortmund am 31. Oktober 2000 an die Börse. Der Ausgabekurs der BVB-Aktie lag seinerzeit bei 11 Euro. Man platzierte 13,5 Millionen Aktien an der Börse, die einen Emissionserlös von 165 Millionen Euro brachten.

Von 2000 bis 2004 war der frühere Erfolgsspieler Matthias Sammer Cheftrainer. Ein großer Teil der Einnahmen aus dem Börsengang wurde in die Aufrüstung der Mannschaft gesteckt. Es kamen Spieler wie Tomáš Rosický, Jan Koller, Marcio Amoroso, Ewerthon und Evanilson .

2002 wurde Borussia Dortmund überraschend zum sechsten Mal Deutscher Meister vor Bayer Leverkusen, das an den letzten drei Spieltagen noch eine Fünf-Punkte-Führung verspielte.

In derselben Saison erreichte der BVB das UEFA-Pokal-Finale, wo man Feyenoord Rotterdam knapp mit 2:3 unterlag. Zuvor wurde durch eine Galavorstellung der AC Mailand mit 4:0 im Hinspiel des Halbfinals in Dortmund ausgeschaltet.

Die Jahre ab 2002 gestalteten sich jedoch weit weniger erfolgreich. In der Saison 2002/03 schied der BVB bereits in der Champions League-Zwischenrunde aus. Ein Jahr später scheiterte der Verein schon in der Champions-League-Qualifikation und erreichte damit „nur“ den UEFA-Pokal, aus dem man aber auch bereits in der 2. Runde ausschied. In der Saison 2003/04 versäumte der Verein sogar eine Qualifikation für den UEFA-Pokal.

Durch die letzten Misserfolge leidet der Verein unter erheblichen finanziellen Lasten. Allein im Geschäftsjahr 2003/04 erwirtschaftete die KGaA ein Minus von über 60 Millionen Euro, der Schuldenstand erhöhte sich auf über 118 Millionen Euro. Infolgedessen sah sich die KGaA gezwungen, teure Spieler (darunter auch Leistungsträger wie Torsten Frings) abzugeben. Kritiker werfen der Vereinsführung unprofessionelles Handeln vor; der Verein habe sowohl Millionen aus dem Börsengang als auch die Einnahmen aus dem Verkauf des Westfalenstadions „vernichtet“.

Inzwischen liegt die Notierung der BVB-Aktie weit unter dem Ausgabekurs. Die Krise führte zum Abtritt der Verantwortlichen um den langjährigen Präsidenten Gerd Niebaum und den ebenfalls seit über zehn Jahren amtierenden Manager Michael Meier. Zumindest die Lizenz für die Saison 2005/06 ist nach einem finanziellen Kraftakt gesichert. Der BVB zog nach einer turbulenten Saison 2004/2005 mit dem 7. Platz und 55 Punkten in den UI-Cup ein, welcher bei einem Finalsieg zur Teilnahme an der ersten Runde des UEFA Cups berechtigt hätte. Nach einer sportlich beängstigend schwachen Hinrunde absolvierte die Mannschaft die erfolgreichste Rückrunde in der BVB-Bundesligageschichte.

Zur Saison 2005/2006 wurden als Neueinkäufe der schweizer Nationalspieler Philipp Degen, der ablösefrei vom FC Basel kam, der holländische Torwart Dennis Gentenaar (ablösefrei von NEC Nijmegen), der vom LR Ahlen kommende Torhüter Bernd Meier und der Südafrikaner Delron Buckley von Arminia Bielefeld vorgestellt. Zwar scheiterte der BVB im UI-Cup am tschechischen Vertreter Sigma Olomouc und DFB-Pokal beim Zweitligisten Eintracht Braunschweig, allerdings erreichte man in der Liga einen zufriedenstellenden 7. Tabellenplatz.

Ab der Saison 2006/07 wird RAG Trikotsponsor des BVB sein. Der Vertrag sichert dem BVB geschätze 7 Mio. Euro pro Jahr zu, Vertragslaufzeit sind zunächst zwei Jahre. Am 29. Mai 2006 gab Borussia Dortmund bekannt, dass der Signal Iduna Park bei einem Kaufpreis von 57,2 Mio. Euro zurückgekauft und von der US-Investmentbank Morgan Stanley fremdfinanziert wird. Der BVB verspricht sich durch den Rückkauf eine jährliche Entlastung von vier bis fünf Millionen Euro. Daneben kündigte der BVB eine Kapitalerhöhung um 29,25 Mio. Euro an, durch die es zu einem Schuldenabbau kommen soll.


Spieler und Trainer

Aktueller Bundesligakader
Tor
Dennis Gentenaar, Bernd Meier, Roman Weidenfeller
Abwehr
Markus Brzenska, Philipp Degen, Uwe Hünemeier, Sebastian Kehl, Christoph Metzelder, Sascha Rammel, Christian Wörns
Mittelfeld
Nizamettin Çalışkan, Dédé, Salvatore Gambino, Florian Kringe, Marc-André Kruska, Lars Ricken, Tomáš Rosický, Nuri Şahin, Sebastian Tyrala
Sturm
Mehmet Akgün, Matthew Amoah, Delron Buckley, Jan Koller, David Odonkor, Kosi Saka, Ebi Smolarek, Cedric van der Gun
Trainer
Bert van Marwijk, Dick Voorn, Wolfgang de Beer, Egid Kiesouw

Ehemalige Spieler
August Lenz
Alfred Kelbassa
Adi Preißler
Aki Schmidt
Heinrich Kwiatkowski
Wilhelm Burgsmüller
Dieter "Hoppi" Kurrat
Hans Tilkowski
Rudi Assauer
The terrible twins: Lothar "Emma" Emmerich, Siggi Held
"Stan" Libuda
Manni Burgsmüller
Willi "Ente" Lippens
Marcel Raducanu
Mirko Votava
Eike Immel
Michael "Susi" Zorc
Jürgen "Cobra" Wegmann
Günter "Kutte" Kutowski
Wolfgang "Teddy" de Beer
Harald "Toni" Schumacher
Norbert Dickel
Murdo McLeod
Frank Mill
Thomas Helmer
Andreas Möller
Michael Rummenigge
Flemming Povlsen
Stefan Klos
Knut Reinhardt
Stéphane Chapuisat
Stefan Reuter
Matthias Sammer
Karlheinz Riedle
Julio Cesar
Heiko Herrlich
Jürgen Kohler
Paul Lambert
Jens Lehmann
Marcio Amoroso
Torsten Frings

Trainer seit 1963
Hermann Eppenhoff (1. Juli 1963 bis 30. Juni 1965)
Willi Multhaup (1. Juli 1965 bis 30. Juni 1966)
Heinz Murach (1. Juli 1966 bis 10. April 1968)
Oswald Pfau (18. April 1968 bis 16. Dezember 1968)
Helmut Schneider (12. Dezember 1968 bis 17. März 1969)
Hermann Lindemann (21. März 1969 bis 30. Juni 1970)
Horst Witzler (1. Juli 1970 bis 21. Dezember 1971)
Herbert Burdenski (3. Januar 1972 bis 30. Juni 1972)
Detlev Brüggemann (1. Juli 1972 bis 31. Oktober 1972)
Max Michallek (1. November 1972 bis 1. März 1973)
Dieter Kurrat (1. November 1972 bis 30. Juni 1973)
Janos Bedel (1. Juli 1973 bis 30. Juni 1974)
Otto Knefler (1. Juli 1974 bis 1. Februar 1976)
Horst Buhtz (1. Februar 1976 bis 1. März 1976)
Otto Rehhagel (1. März 1976 bis 30. April 1978)
Carl Heinz Rühl (21. Mai 1978 bis 29. April 1979)
Uli Maslo (30. April 1979 bis 30. Juni 1979)
Udo Lattek (1. Juli 1979 bis 10. Mai 1981)
Rolf Bock (11. Mai 1981 bis 30. Juni 1981)
Branko Zebec (1. Juli 1981 bis 30. Juni 1982)
Karlheinz Feldkamp (1. Juli 1982 bis 5. April 1983)
Helmut Witte (6. April 1983 bis 30. Juni 1983)
Uli Maslo (1. Juli 1983 bis 23. Oktober 1983)
Horst-Dieter Tippenhauer (31. Oktober 1983 bis 15. November 1983)
Horst Franz (16. November 1983 bis 30. Juni 1984)
Friedhelm Konietzka (1. Juli 1984 bis 24. Oktober 1984)
Erich Ribbeck (28. Oktober 1984 bis 30. Juni 1985)
Pál Csernai (1. Juli 1985 bis 20. April 1986)
Reinhard Saftig (20. April 1986 bis 26. Juni 1988)
Horst Köppel (27. Juni 1988 bis 30. Juni 1991)
Ottmar Hitzfeld (1. Juli 1991 bis 30. Juni 1997)
Nevio Scala (1. Juli 1997 bis 30. Juni 1998)
Michael Skibbe (1. Juli 1998 bis 4. Februar 2000)
Bernd Krauss (5. Februar 2000 bis 12. April 2000)
Udo Lattek (16. April 2000 bis 30. Juni 2000)
Matthias Sammer (1. Juli 2000 bis 30. Juni 2004)
Bert van Marwijk (1. Juli 2004 -)

Historische Siege und Niederlagen
Im Folgenden werden historisch wichtige Siege und Niederlagen von Borussia Dortmund aufgezählt, die durch ihre Besonderheiten wie zum Beispiel Tore im zweistelligen Bereich bekannt geworden sind.


Siege
Der erste Sieg im Revierderby gegen den Rivalen FC Schalke 04 gelang dem BVB in der Saison 1943/44 im Stadion Rote Erde mit 1:0. Das entscheidende Tor schoss Borussias erster Nationalspieler August Lenz.

Der bislang höchste Sieg gegen Schalke 04 erreichten die Borussen in der Saison 1965/66 - der BVB gewann mit 7:0.

Im Europapokal der Landesmeister gelang Borussia Dortmund in der Saison 1963/64 ein als sensationell empfundener 5:0-Heimsieg gegen Benfica Lissabon. Nachdem man im Viertelfinale gegen Dukla Prag bestand, kam im Halbfinale das Aus gegen den späteren Wettbewerbssieger Inter Mailand.

Dafür konnte sich Borussia Dortmund in der Saison 1965/66 als erste deutsche Mannschaft überhaupt einen Europapokal sichern, als im Endspiel im Hampden Park (Glasgow) der FC Liverpool mit 2:1 besiegt wurde.

Ihren höchsten Bundesligaheimsieg konnten die Borussen am 6. November 1982 mit 11:1 gegen Arminia Bielefeld feiern (Halbzeitstand 1:1, in diesem Spiel schoss Manni Burgsmüller 5 Tore).

Der höchste Auswärtssieg in der Bundesliga gelang dem BVB am 7. Januar 1967 bei Fortuna Düsseldorf (5:0). Ein Tor mehr schoß der BVB sogar beim 6:1 Auswärtssieg beim 1. FC Köln am 23. August 1994. Erwähnenswert auch die Höhe der Siege gegen den Vfb Stuttgart in der Saison 1995/1996. Nach einem 6:3 Heimsieg am 16. September 1995, erzielten die Borussen mit einem 5:0 im Rückspiel am 16. März 1996 einen der höchsten Auswärtssiege ihrer Geschichte.

Am 28. Mai 1997 gewann Borussia Dortmund als erste deutsche Mannschaft die Champions League. Im Finale von München traf der BVB auf den Favoriten Juventus Turin. Der BVB hatte sich gegen AJ Auxerre (Hinspiel 3:1 und Rückspiel 1:0) und Manchester United (Hinspiel 1:0 und Rückspiel 1:0) ins Finale gekämpft. Der BVB gewann das Spiel mit 3:1.


Niederlagen
Zu trauriger Berühmtheit gelangte am 20. Oktober 1940 die 0:10-Niederlage gegen den SV Arminia 08 Marten.

Im ersten Spiel der Bundesliga am 24. August 1963 traf der BVB auf Werder Bremen. Zwar verlor die Borussia mit 3:2, aber Friedhelm Konietzka schoss nach weniger als einer Minute das damit frühste Tor der Bundesligageschichte.

In der Abstiegssaison 1971/72 verlor der BVB gegen den FC Bayern München mit 1:11.

Die höchste Bundesliga-Niederlage war am letzten Spieltag der Saison 1977/1978 ein 0:12 gegen Borussia Mönchengladbach. Mönchengladbach stand punktgleich an der Tabellenspitze mit dem 1. FC Köln. Die Kölner hatten das bessere Torverhältnis und spielten gegen die bereits abgestiegene Mannschaft vom FC St. Pauli. Nur durch ein 5:0 der Kölner wurde die 0:12 Niederlage nicht zu einem Bundesligaskandal, da die Kölner mit 3 Toren Vorsprung Deutscher Meister wurden. Gleichzeitig war es die höchste Schlappe einer Mannschaft in der Bundesliga überhaupt und führte zur Entlassung des Trainers Otto Rehhagel, der von den Medien danach auch abfällig Otto Torhagel genannt wurde.

Am 8. Mai 2002 verpasste Borussia Dortmund gegen den niederländischen Vertreter Feyenoord Rotterdam den Uefa-Cup-Sieg. Das Endspiel, das in Rotterdam stattfand, verlor der BVB mit 2:3, außerdem flog Jürgen Kohler nach einigen Minuten, in einem der letzten Spiele seiner Karriere, wegen eines Foulspiels vom Platz. Mit einem Sieg wäre Borussia Dortmund erst die sechste europäische Mannschaft gewesen, die alle nationalen und internationalen Titel gewonnen hat.


Torschützenkönige
In der damaligen Oberliga West konnte sich August Lenz mit 22 Treffern in der Saison 1947/48 in die Liste der Torschützenkönige eintragen.

Adi Preißler wurde 1949 mit 25 Toren und 1950 mit 24 Toren Torschützenkönig der Oberliga West. Bis heute ist er mit 168 Toren der Rekordtorschütze des BVB.

Bisher konnten sich zwei Borussen die Torjägerkanone der Bundesliga holen. In den Saisons 1965/66 und 1966/67 war der Gewinner Lothar Emmerich. Er erzielte dabei 31 bzw. 28 Tore. Marcio Amoroso gewann 2001/2002 mit 18 Treffern die Kanone.

Die meisten Bundesligatore für die Borussia schoss Manni Burgsmüller, der in seiner Zeit beim BVB zwischen 1976 und 1983 in 224 Spielen insgesamt 135 Treffer erzielte.


Stadien

Weiße Wiese
Der erste Austragungsort für die Heimspiele des BVB war die Weiße Wiese.

Die Weiße Wiese befand sich an der Wambeler Straße in unmittelbarer Nähe des Borsigplatzes und der Industrieanlagen der Hoesch-Hüttenwerke im Dortmunder Norden. Ursprünglich war die Weiße Wiese ein städtischer Ballspielplatz mit Laufbahn und Sprunggrube. Die Tore bestanden aus Kanthölzern und Querlatten und wurden nach den Spielen stets abgebaut.

1924 wurde die Weiße Wiese durch Borussia Dortmund in Eigenregie zu einem Stadion für 18.000 Besucher ausgebaut und in Borussia-Sportpark umbenannt.


Rote Erde

Stadion Rote ErdeIm Jahr 1937 zog Borussia Dortmund in das neuerrichtete Stadion Rote Erde um. Das Stadion Rote Erde Dortmund, früher Kampfbahn Rote Erde genannt, wurde 1926 an der Strobelallee erbaut. Es liegt unmittelbar neben dem Signal Iduna Park und den Westfalenhallen.

Nach seiner Eröffnung war es ab 1937 bis zur Eröffnung des Westfalenstadions die Heimat der Borussia. Zwischenzeitlich verfügte die "Kampfbahn" in den 60er Jahren aufgrund einer zusätzlich aufgebauten Holz-Stehtribüne über eine Kapazität, die 42.000 Zuschauer zuließ. Die legendären Spiele zum Erreichen des Europapokals der Pokalsieger fanden hier statt.

Das Stadion Rote Erde dient heute als Spielstätte der BVB Amateure.


Westfalenstadion

WestfalenstadionAm 2. April 1974 wurde das neue Stadion eröffnet. Die neue Spielstätte der Profimannschaft in der 2. Bundesliga und nach dem Aufstieg 1976 in der 1. Bundesliga ist das 'Westfalenstadion', im Rahmen der WM 1974 Austragungsort mehrerer Spiele. Die Kosten für den Bau beliefen sich damals auf 34 Millionen DM.

Das Stadion bot Platz für 54000 Zuschauer, wobei beide Hintertortribünen damals noch Stehplätze anboten. 1992 wurde das Fassungsvermögen durch die Umrüstung von Steh- in Sitzplätze auf der Nordtribüne auf 42.800 Zuschauer reduziert. Mit den sportlichen Erfolgen der Borussia in den 90er Jahren wurde auch das Westfalenstadion schrittweise ausgebaut. Im Rahmen der Ausbaustufe eins wurden die West- und Osttribüne 1995 um einen Oberrang mit jeweils 6.000 Sitzplätzen aufgestockt. In einer zweiten Ausbaustufe konnte die Zuschauerkapazität 1998 auf 68.600 erhöht werden. Dabei wurde auch die Südtribüne, die Fantribüne der treuen Anhänger, auf 25.000 Plätze erweitert und somit zu Europas größter Stehplatztribüne ausgebaut. Die Kosten für beide Bauphasen beliefen sich auf 110 Millionen Mark. Die dritte Ausbaustufe, die die Schließung der bisher noch offenen Ecken vorsah, bescherte dem Westfalenstadion eine Erhöhung des Fassungsvermögens um 14.499 Zuschauer auf nun 83.000 Plätze in Ligabetrieb. Dies machte das Dortmunder Stadion zur größten „Fußball Oper“ Deutschlands. Dieser Ausbau wird durch die Tatsache bestätigt, dass der BVB europaweit mit knapp 79.000 Besuchern den mit Abstand größten Zuschauerschnitt vorweisen kann.


Signal Iduna Park

Südtribüne des Signal Iduna ParksIm Rahmen des Sanierungsprogramms musste der BVB auch eine Vermarktung des Stadionnamens in Kauf nehmen. Das Versicherungsunternehmen Signal Iduna hat die Namensrechte am Westfalenstadion erworben. Seit dem 1. Dezember 2005 heißt das Stadion daher „Signal Iduna Park“. Mit den dadurch erzielten Einnahmen will der BVB den finanziellen Konsolidierungskurs fortführen.

Die Umbenennung des Westfalenstadion wurde von der Fanszene und von der Dortmunder Bürgerschaft äußerst kritisch aufgenommen. Der alteingesessene Name bedeutete für viele Meschen ein gewisses Maß an Identifikation. In aktuellen Interviews mit dem Spielerkader fällt auch heute noch sehr zum Unwillen der Werbetreibenden häufig das Wort Westfalenstadion, welches dann in der Regel in einem Nachsatz zum Signal Iduna Park korrigiert wird. Desweiteren hat die Dortmunder Bezirksvertretung Innenstadt-West Anfang des Jahres 2006 beschlossen, die Straße von der Stadtbahnhaltestelle zum Stadion "Am Westfalenstadion" zu nennen, um damit die Erinnerung an den alten Namen aufrecht zu erhalten. Der Verein hatte offiziell den alternativen Vorschlag "August-Lenz-Weg" befürwortet und zeigte sich über die Entscheidung enttäuscht.

Bei der WM 2006 werden neben vier Vorrundenspielen auch ein Achtelfinal- und ein Halbfinalspiel im Westfalenstadion stattfinden. Weil die FIFA nur offiziellen WM-Sponsoren die Werbung innerhalb der Stadion zubilligt, wird der Signal Iduna Park während der WM wieder in Westfalenstadion umbenannt. Im Zuge der Vorbereitung auf dieses Großereignis fanden einige Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen statt, bei denen unter anderem auch die Kapazität leicht verringert wurde. Mit derzeit 81.264 Zuschauerplätzen ist es aber immer noch das größte Stadion Deutschlands.


Trainingsgelände Brackel
Auf dem ehemaligen Flughafen Dortmund-Brackel wurden gemäß der Vorgaben des DFB ein Trainingsgelände errichtet. Aufgrund der finanziellen Probleme des Vereins konnte das lange angedachte Trainingsgelände nicht in Eigenregie realisiert werden. Die Dortmunder Stadtwerke übernahmen den Part als Investor und seit Anfang 2006 kann der Ballspielverein das Gelände nutzen. Die Übergabe an den Verein erfolgt am 10. Mai 2006. Borussia Dortmund tritt hier als Mieter für die kommenden 20 Jahre auf. Nach 17 Jahren kann der Verein das Gelände übernehmen.

Zum Traningsgelände gehören vorerst vier Rasenplätze, davon zwei beheizt und einer wetterunabhängig mit einer Kunstrasendecke versehen. Alle Trainingsplätze sind mit einer Flutlichtanlage versehen. Neben den Trainingsplätzen ergänzt ein 1700 qm Funktionsgebäude mit Umkleidebereich mit Entmüdungsbecken, Sauna und einem Presseraum.

Ab Herbst 2006 wird das Trainigsgelände um weitere drei große und zwei kleine Trainingsplätze ergänzt.

Mit dem Trainingsgelände Brackel verfügt die Fußballabteilung Borussia Dortmunds erstmalig über eine Anlage , die von allen Mannschaften des Vereins, angefangen bei den U9-Junioren bis zur Profi-Abteilung, gemeinsam genutzt wird. Der Verein erhofft sich dadurch eine bessere Kommunikation zwischen den einzelnen Mannschaften.


Die Fans des BVB

Fans von Borussia Dortmund
"Wir sind Deutscher Meister!" (2002)Die Anhänger des Fußballvereins Borussia Dortmund stellten in der Saison 2004/2005 mit ca. 1,4 Millionen Zuschauern im Westfalenstadion (knapp 76.000 pro Spiel) wiederholt einen neuen Bundesliga- und Europarekord auf. Der BVB verkauft für jede Saison etwa 50.000 Dauerkarten - so viele wie kein anderer deutscher Verein. Außerdem gehören dem BVB etwa 30.000 Mitglieder an.

Borussia Dortmund hat über 650 offizielle Fanclubs in der ganzen Welt. Mehr als 25.000 BVB-Fans sind darin organisiert. Schwerpunktmäßig kommen die Fans der Borussia allerdings aus Dortmund und dem umliegenden westfälischen Umland. Neben Dortmund sind insbesondere Hagen, Hamm, der Ennepe-Ruhr-Kreis, der Kreis Unna, der östliche Teil vom Kreis Recklinghausen, der Kreis Soest sowie das Sauerland und das Siegerland BVB-Fan-Hochburgen, in denen kein anderer Verein mehr Fans hat als Borussia Dortmund. Die fanatischsten unter ihnen verfolgen die Heimspiele ihrer Borussia auf der Südtribüne des Signal Iduna Parks - der mit etwa 25.000 Plätzen größten Stehplatz-Tribüne Europas. Die Fans des BVB haben national wie international aufgrund ihrer besonderen Vereinsliebe und Begeisterungsfähigkeit einen hohen Bekanntheitsgrad. Zudem lag der Zuschauerdurchschnitt der letzten Jahre ungeschlagen vor allen anderen europäischen Fußballvereinen.

Neben zahlreichen für ihre Liebe zum Fußball und zum Verein bekannten Fangruppen gibt es aber auch beim BVB, wie bei anderen Fußballclubs auch, Zusammenschlüsse rechtsradikaler Hooligans. Ende der 80er Jahre machte die Borussenfront bundesweite Schlagzeilen. Der Verein begegnete diesem Phänomen durch die Einrichtung eines Fanbeauftragten und Arbeitsprojekte im Vereinsumfeld.


Vereinslieder
Das offizielle Vereinslied ist seit den dreißiger Jahren Wir halten fest und treu zusammen. Von diesem Lied existieren zwei Versionen: In der originalen und mittlerweile wieder gültigen Fassung tauchen im Refrain die Worte Ball Heil Hurra, Borussia auf. Zwischenzeitlich hatte die frühere Vereinsführung um Gerd Niebaum diese Passage durch das nach eigenem Verständnis „politisch korrekte“ Hipp Hipp Hurra, Borussia ersetzt. In der Mitgliederversammlung 2005 wurde auf Antrag der Fanabteilung die alte Version des Vereinsliedes wieder zum offiziellen Vereinslied erklärt.

Wie wichtig das Vereinslied für Borussia Dortmund und speziell für seine Fans ist, merkte man während der Finanzkrise, die Borussia Dortmund in den Jahren 2004 und 2005 durchmachen musste. Die Zeilen Wir halten fest und treu zusammen schweißten die Fans auf der Südtribüne zusammen und gaben ihnen Mut weiterhin Borussia Dortmund die Treue zu halten.

Noch populärer ist das Lied Heja BVB (von Karl-Heinz Bandosz gesungen) aus dem Jahr 1977, das oftmals für das Vereinslied gehalten wird. Es wird direkt vor dem Beginn eines jeden Spiel des BVB intoniert, bei Auswärtsspielen singen die mitgereisten Fans ohne Unterstützung aus den Lautsprechen. Daneben existieren natürlich noch eine Reihe anderer Fanlieder wie etwa Borussia, Olé, jetzt kommt der BVB, Leuchte auf, mein Stern Borussia oder auch You'll never walk alone und der Triumphmarsch aus Aida, die ebenfalls von verschiedenen Künstlern interpretiert worden sind und regelmäßig im Stadion gespielt und von den Fans mitgesungen werden.


Literatur
Dietrich Schulze-Marmeling, Werner Steffen: Borussia Dortmund: der Ruhm, der Traum und das Geld. Der Borussia zum 85. Geburtstag. Die Werkstatt, Göttingen 1995, ISBN 3-89533-110-4
Gerd Kolbe: Der BVB in der NS-Zeit. Die Werkstatt, Göttingen 2002, ISBN 3-89533-363-8
Frank und Sascha Fligge: Die Akte Schwarzgelb. Lensing-Wolff, Dortmund 2005

Weblinks
Offizielle Homepage
BVB-Fanzine „Schwatzgelb“
BVB-Fanzine „Die Kirsche“

30.5.06 16:02, kommentieren